Landwirten im Kreis Düren Perspektiven bieten
Von Redaktion [30.04.2010, 20.48 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) sucht den Dialog mit den Landwirten. Rund 50 folgten der Einladung zum Gedankenaustausch auf Burg Obbendorf.

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) sucht den Dialog mit den Landwirten. Rund 50 folgten der Einladung zum Gedankenaustausch auf Burg Obbendorf.

„Die Landwirtschaft ist eine der großen Konstanten in unserem Kreis, ihr müssen und werden wir eine Entwicklungsperspektive bieten. Deshalb werden wir alle Anliegen aufgreifen und im Rahmen von Recht und Gesetz positiv begleiten“, rief Landrat Wolfgang Spelthahn den rund 50 Landwirten zu, die sich zum Gedankenaustausch mit ihm auf Burg Obbendorf getroffen hatten.

„Die Kreisverwaltung wird Bauanträge jedoch sehr sorgfältig prüfen, damit die Bescheide am Ende rechtssicher sind, denn mit einer schnellen, jedoch angreifbaren Genehmigung ist niemandem gedient“, sagte der Landrat und verwies auf ein Projekt aus der Gemeinde Vettweiß, das mittlerweile im Bau ist. Eine Absage erteilte er hingegen ausländischen Investoren, die den Kreis Düren als Standort für Intensivtierhaltung nutzen wollen. „Womöglich bezahlen wir die Prämie, die sie von ihrem Land bekommen, wenn sie sich bei uns niederzulassen“, brachte er die EU-Finanzströme auf den Punkt.

Nachdem das erste gemeinsame Frühstück auf gute Resonanz gestoßen war, hatten Franz-Josef Kügelgen als Vorsitzender der Kreisbauernschaft sowie Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt zu einer weiteren Runde eingeladen. „Dass man miteinander im Gespräch bleibt, ist das Wichtigste“, betonte Kügelgen. In der Tat kamen zahlreiche Fragen aus der Runde. Dabei ging es um regenerative Energien, Verkehrsprobleme und um Zeitgenossen, die mit ihrem rücksichtslosen Verhalten zu erkennen geben, dass sie kein Verständnis für die wichtigen Aufgaben der Landwirte haben.

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„In Sachen Bioenergie wird der Kreis Düren bald aufholen. Die GWS hat zehn mögliche Standorte benannt, an denen neben dem Strom auch die Wärme genutzt werden kann, was die Rendite erhöht“, berichtete der Landrat und nannte die Gemeinden Hürtgenwald und Nörvenich als Beispiele, wo Rathaus und Schule beziehungsweise der Fliegerhorst von der umweltfreundlichen Energieerzeugung profitieren könnten. Allerdings müsse die Zulieferung der Biomasse über eine lange Zeit verlässlich geregelt werden. „Wenn wir am Ende fünf Projekte verwirklichen könnten, wäre das prima.“ In punkto Photovoltaik im großen Stil mahnte der Landrat zur kritischen Prüfung. „Das rechnet man am besten dreimal durch.“

Josef Wirtz, einer der nur zwei aktiven Landwirte im Landesparlament, rief seine Kollegen auf, zur Wahl zu gehen. „Seit Eckhard Uhlenberg unser Ansprechpartner in Düsseldorf ist, ist vieles leichter geworden, denn er ist einer von uns“, lautete sein Hinweis.

Die beim ersten Treffen angekündigte Service-Broschüre für die Landwirte im Kreis Düren steht kurz vor Vollendung, berichtete Landrat Wolfgang Spelthahn. Ein anderes Projekt, die Einrichtung dezentraler Düngemittellager im ländlichen Bereich, hakt am EU-Recht. „Bayern hat hier einen Vorstoß zur Neuregelung unternommen. Sobald es grünes Licht gibt, setzen wir das Vorhaben um“, so der Landrat.


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