Linnicher jubilierten beim Dekanatschützenfest
Von Silvia Jagodzinska [27.04.2010, 15.44 Uhr]

Ehrung der Gründungsmitglieder: Unser Bild zeigt (v.l.) Hans Werner Thol, Bundesmeister Achim Karlowicz und Franz Müller.

Ehrung der Gründungsmitglieder: Unser Bild zeigt (v.l.) Hans Werner Thol, Bundesmeister Achim Karlowicz und Franz Müller.

„Der Wunsch zur Gründung des Dekanatsverbandes war, das Schützenwesen nach außen besser darzustellen“, zitierte Dekanatspräses Konrad Barisch als Zelebrant der Festmesse auf dem Altermarkt in Linnich aus der Festschrift zum Silbernen Jubiläum vor 25 Jahren. Schon zu diesem Zeitpunkt habe sich ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, dass den Dekanatsschützenverband Linnich mit Stolz erfüllen konnte. Entgegen aller Gerüchte, die Schützen verstünden sich nicht, sei nach 50 Jahren „die damalige Einschätzung aktueller denn je. Wie könnten wir sonst heute das Goldene Jubiläum feiern“, lautete die rhetorische Frage Barischs.

Das vom Präses beschriebene „Mosaik der Bruderschaften, verbunden durch die Ideale: Glaube, Sitte Heimat“ repräsentierten Abordnungen aller Schützenbruderschaften aus dem Dekanat Linnich bei der festlichen Eucharistiefeier.

„Aus der Vergangenheit gestalten die Bruderschaften Gegenwart und Zukunft und können auch heute einladend sein für Menschen ohne Heimat“, blickte Barisch nach vorne, um noch einmal im Detail auf die Ideale einzugehen: „Wir brauchen Orientierungspunkte, einen Kompass, Werte, die uns die Richtung weisen. Wo es keine Sitte gibt, gibt es Missbrauch“, spielte der Präses auf die aktuelle Problematik in der Kirche an.

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Feierliches Hochamt mit Dekanatspräses Konrad Barisch auf dem Altermarkt in Linnich

Feierliches Hochamt mit Dekanatspräses Konrad Barisch auf dem Altermarkt in Linnich

„Gott wird heute an den Rand gedrückt. Glaube ist etwas für Neugierige, er eröffnet uns den Weg zum Schöpfer und zur Liebe. Glaube, Sitte, Heimat ist kein altmodisches Stilelement, dahinter verbirgt sich eine Dynamik für die Zukunft“, lautete sein Fazit, um dazu aufzurufen: Setzt euch für diese Werte ein. Gebt dadurch dem Schützenwesen ein Profil innerhalb der Gesellschaft“.

Im Anschluss an die Messfeier eröffnete Bundesmeister Achim Karlowicz den Reigen der Lobredner und blickte auf den Auslöser der Gründung des Dekanatsverbandes zurück: „Es war wohl der Wunsch, die gegenseitige Unterstützung der Vereine zu stärken“. Das erste Dekanatsschützenfest fand am 2. Juli 1960 in Rurdorf statt, „seitdem konnte glücklicherweise jedes Jahr ein neuer Veranstalter gefunden werden“. Die Ehrung zweier Mitglieder des Gründungsvorstandes durfte nicht fehlen: Franz Müller aus der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Boslar-Hompesch und der St. Hubertus-Schütze Hans Werner Thol aus Gevenich.

Eine bis 30. Mai dauernde Ausstellung mit Fotos, Zeitungsausschnitten, Plaketten und Königsketten im Heimatmuseum bietet einen umfassenden Überblick über 50 Jahre Dekanatsschützenwesen. Sahnehäubchen der Ausstellung sind Gemälde aller Bruderschaften und Gesellschaften des Dekanats aus der Hand des Eifeler Künstlers Ernst Charlier. Die Ausstellung ist jeden Sonntag zu den allgemeinen Öffnungszeiten und an Fronleichnam zu sehen.


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