Projekt der Archäobotaniker

Kölner Forschungsteam gräbt in Kirchberg
Von Redaktion [22.07.2005, 13.17 Uhr]

Gab es um 800 vor Christus schon Schnittwiesen im Rheinland ? Oder beginnt die Heugewinnung erst Jahrhunderte später mit den Römern ? Diese Fragen will ein Forschungsteam des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln anhand von Bachbettablagerungen aus Kirchberg bei Jülich klären. Forschungsgelder in Höhe von 10.225 Euro sichern nun die Arbeit der Kölner Archäobotaniker unter Leitung von Dr. Jutta Meurers-Balke.

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Im Oktober 1999 stießen die Archäologen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege an der Abbaukante des Tagebaus Inden unter einer römischen Wasserleitung auf umfangreiche prähistorische Feuchtböden eines heute zugeschwemmten Bachbettes. Die Forscher dokumentierten ein 9 Meter langes und 3 Meter hohes Bodenprofil, das u.a. ein Kiespflaster mit eingetretenen Scherben der Zeit um 800 vor Christus zeigt. Von den entnommenen Pollenproben erhofft man sich nun Informationen zur vorrömischen Umweltgeschichte des Rheinlandes. Pollenanalysen und die Untersuchung der erhaltenen Früchte und Samen sollen Aufschluss darüber geben, ob die durch zahlreiche blühende Grünlandpflanzen nachgewiesenen Grünflächen als Viehweide oder Heuwiese bewirtschaftet wurden. Bisher gelten Schnittwiesen im Rheinland als eine Neuerung der römischen Landwirtschaft.


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