FZJ stellt Feuerwehren sein Spezialfahrzeug zur Verfügung

Von Jülich aus das Rurtal für den Notfall sichern
Von Redaktion [03.03.2010, 08.48 Uhr]

Die "Väter" des neuen Rüstfahrzeugs: Dr. Ulrich Krafft (v.l.), Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram, Rurtalbahn-Geschäftsführer Hans-Peter Nießen, Landrat Wolfgang Spelthahn und Egidius Köhnen, Leiter der FZJ-Werksfeuerwehr.

Die "Väter" des neuen Rüstfahrzeugs: Dr. Ulrich Krafft (v.l.), Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram, Rurtalbahn-Geschäftsführer Hans-Peter Nießen, Landrat Wolfgang Spelthahn und Egidius Köhnen, Leiter der FZJ-Werksfeuerwehr.

Der Rüstwagen, den die Werksfeuerwehr des Forschungszentrums Jülich in Dienst gestellt hat, erinnert an ein Schweizer Taschenmesser: Egal, welche Not es zu beheben gilt, im Container des Unimogs findet sich das passende Rettungsgerät. Brände löschen, Menschen retten, Lasten ziehen oder heben, Leitungen verschließen, Stahl schneiden oder Holz sägen – alles ist möglich.

Was die rund 300.000 Euro teure Spezialanfertigung jedoch einzigartig macht, sind ihre Räder. Neben den herkömmlichen Gummireifen verfügt der Wagen nämlich über zwei zusätzliche Achsen. Werden sie abgesenkt, dann fährt der Rüstwagen auch auf Schienen. Somit kommt der 177 PS starke Unimog nicht nur in Notfällen zum Einsatz, sondern kann auch für Rangierfahrten auf dem Gelände des Forschungszentrums genutzt werden, das über einen Gleisanschluss verfügt. „Züge bis zu 400 Tonnen Gewicht kann der Unimog bewegen“, berichtete Dr. Ulrich Krafft, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, jetzt vor der Presse.

Doch der Alleskönner soll seine Fähigkeiten künftig auch außerhalb des FZJ-Geländes ausspielen: Er steht ab sofort für spezielle Rettungseinsätze im gesamten Kreisgebiet zur Verfügung. Das haben das Forschungszentrum, der Kreis Düren sowie die Rurtalbahn-Tochter Railogic vertraglich vereinbart. „Es gibt Stellen im Kreisgebiet, die kann man nur über Gleise erreichen“, erinnerte Landrat Wolfgang Spelthahn beispielsweise an das Rurtal.

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„Dank unserer Zusammenarbeit decken wir nun auch diese Orte optimal ab und verstärken somit das Sicherheitsgefühl der Menschen im Kreis Düren“, dankte der Landrat dem Partner für den weiteren Baustein der traditionell guten Zusammenarbeit.

Die Rurtalbahn wurde in den Vertrag einbezogen, weil sie das Personal stellt, das den Unimog außerhalb des FZJ-Areals fahren darf. Und das nicht nur auf der eigenen Hausstrecke, sondern auch auf den Gleisen der Deutschen Bahn, wie Geschäftsführer Hans-Peter Nießen erläuterte. Für die Retter im Kreis Düren tun sich damit ganz neue Möglichkeiten auf, berichtete Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram.

„Ein Anruf genügt und wir verfügen ohne großen Koordinierungsaufwand sofort über ein Spezialfahrzeug, das unsere eigenen Rettungscontainer über die Schiene zum Einsatzort zieht“, freute er sich über die gute Ergänzung der Rettungsmittel. „Ich kenne keinen Kreis, der so ausgestattet ist.“ Egidius Köhnen, Leiter der FZJ-Werksfeuerwehr, hat den Unimog schon auf der Schiene getestet. „Das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man die Lenkung blockiert hat“, berichtete er.


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