Biologie mit Aha-Effekt am Jülicher MGJ
Von tee [01.03.2010, 09.09 Uhr]

Genauigkeit ist die Messlatte an der Laborarbeit sich orientiert - das erfordert Konzentration

Genauigkeit ist die Messlatte an der Laborarbeit sich orientiert - das erfordert Konzentration

Einen Bogen zwischen eigenen Untersuchungen, Vermittlung in der Praxis und Fachvorträgen leisten die Wissenschaftlerinnen im „Biotruck“, der auf über hundert Quadratmetern Labor, multimediale Ausstellung, Kino und Dialogforum zugleich ist. Entsprechend beliebt ist der Besuch bei den Schülerinnen, die natürlich auf dem beengten Raum nicht alle Interessierten Platz fanden. Rund 75 Biologie-Nachwuchsforscherinnen kamen in den Genuss – das Los entschied.

Auf den Spuren von „Quincy“ wandelten Abiturientinnen. Sie nahmen sich gegenseitig Abstriche der Mundschleimhäute und isolierten DNA. Der genetische Fingerabdruck gehört zum Abiturstoff, ebenso die Frage, was ist ein „PCR“. „Wir haben hier praktisch Täter überführt – natürlich ohne echte Leiche“, schmunzelt die promovierte Biologin Hella Tappe.

Nachwuchsförderung wird am Mädchengymnasium Jülich generell großgeschrieben: Die katholische Schule ist nicht nur ausgezeichnet mit dem Zertifikat „Europaschule in NRW“, sondern auch Partner des zdi-Zentrums ANTalive, das außerschulische Angebote im Bereich Naturwissenschaften bietet. 2009 war die Initiative „BIOTechnikum“ schon einmal in Jülich zu Gast. Um noch mehr Schülerinnen modernste Laborarbeit zu ermöglichen, nutzte das Mädchengymnasium nun im Rahmen der NRW-Tour abermals die Chance, ihnen Biotechnologie zum Anfassen bieten zu können.

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Forschen mit allen Sinnen.

Forschen mit allen Sinnen.

Als Mikroben-Jäger erprobten sich Mädchen der Jahrgangsstufe 8. Hier galt es vor allem, herauszufinden, ob Handys, Münzen oder Geldscheine ein besserer Nährboden für Bakterien sind. „Natürlich glauben die Mädchen, dass Geld die meisten Bakterien aufweist“, so Dr. Tappe. Metall hemmt das Wachstum aber, so lernen die Schülerinnen an diesem Tag im fahrenden Labor, Handys bieten mit der Wärme des Ohres und dem abgesonderten Körperfett ein ideales „Umfeld“.

Rege Diskussionen entspannen sich zwischen Carina Wilpert und Natascha Zimkowsky, Selina Lütje und Eileen Tirtey als sie als Protein-Pioniere versuchten aus Milch Käse zu machen. „Wenn Du die Fromase direkt zufügst hast Du sofort eine Reaktion“, wendet Natascha ein, Mit Pipette und „Epi“, rückt Carina dem Versuch zu Leibe. Ein Milliliter genau gehört ins Reaktionsgefäß.

Vier Ansätze gab es zu erforschen. „Du musst einen neuen Pipetten-Aufsatz nehmen“, weist Selina. an. Den fragenden Blick von Carina beantwortet vom Nachbarplatz aus Berrin Akin „Das wird sonst ungenau!“ Der kleine Dialog lässt nachvollziehen, dass das Konzept des Biotechnikums bestens aufgeht: Den Nachwuchs an die Wissenschaft praktisch heranführen und das “forscherische“ Denken schulen.


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