Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung

Kino im KuBa zwischen Chaos, Kapitol und Kapital
Von Redaktion [25.02.2010, 20.28 Uhr]

Liebe sich wer kann heißt das Motto in Woody Allens 40. Film

Liebe sich wer kann heißt das Motto in Woody Allens 40. Film

Uramerikanisches erwartet Besucher des Kinos im Kulturbahnhofs in Jülich in der ersten Märzwoche: Dort begegnen sie Woody Allen wieder auf vertrautem Terrain. Nach seiner vier Filme langen Expedition nach Europa, nach London ist er in der Kommödie "Whatever works" am Montag, 1. März, um 20 Uhr wieder in New York.

Das von chronischem Pessimismus geprägte Weltbild des gescheiterten Physik-Professors Boris Yellnikoff (Larry David) wird noch schwerer erschüttert, als ihm vor seiner New Yorker Wohnung die junge Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood) in die Arme fällt. Mit naiver Selbstverständlichkeit quartiert sich die Schönheit aus Mississippi bei dem paranoiden Besserwisser ein und verliebt sich in ihn, was in eine ungleiche, aber erstaunlich erfüllte Ehe mündet.

Doch die Ankunft von Melodys sittenstrengen Eltern (Patricia Clarkson, Ed Begley Jr.) stört die vermeintliche Idylle und führt zu einer chaotischen Kette von romantischen Verwicklungen, an deren Ende die Erkenntnis steht: Keine Konstellation ist zu absurd, wenn sie nur glücklich macht.

Nach mitreißenden Liebesgeschichten in London ("Match Point") und Barcelona ("Vicky Cristina Barcelona") siedelt der dreifache Oscar-Gewinner Woody Allen seine neue romantische Komödie in seiner Heimatstadt an: WHATEVER WORKS ist eine Liebeserklärung an New York, seine exzentrischen Bewohner und die glückliche Macht des Zufalls. Vor allen Dingen ist Whatever Works aber ein Plädoyer für Gelassenheit, Toleranz, Authentizität und Sex: Egal wie - Hauptsache, es funktioniert.

Neben Comedy-Star Larry David ("Lass es, Larry!") als Boris Yellnikoff spielen die mehrfach ausgezeichneten Darstellerinnen Evan Rachel Wood ("The Wrestler", "Dreizehn - Es passiert so schnell") und Patricia Clarkson ("Vicky Cristina Barcelona", "Pieces of April - Ein Tag mit April Burns") in Woody Allens 40. Film als Regisseur, der das diesjährige Tribeca Film Festival in New York eröffnete.

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Kapitol und Kapital gehören unabdingbar zusammen

Kapitol und Kapital gehören unabdingbar zusammen

Nach schießwütigen Rednecks (Bowling For Columbine), George W. Bush (Fahrenheit 911) und dem US-Gesundheitssystem (Sicko) schlachtet Michael Moore nun die nächste heilige Kuh der Amerikaner: den Kapitalismus. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich zeigt das Kino im Jülicher Kulturbahnhof am Mittwoch, 3. März, 20 Uhr den Dokumentarfilm „Kapitalismus – eine Liebesgeschichte“.

Gerade rechtzeitig zur Weltfinanzkrise präsentiert Amerikas Vorzeige-Linker mit „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ alle möglichen – stimmigen und weniger stimmigen - Gründe, das gegenwärtige Wirtschaftssystem abzuschaffen.

Moore besucht Menschen, die gerade ihr Zuhause verlieren, weil raffgierige Banker ihnen Kredite vermittelt haben, die sie sowieso nie hätten bezahlen können. Er geht zurück in die 40er Jahre und zeigt, dass bereits Präsident Franklin D. Roosevelt in einem Entwurf für eine Erweiterung der Verfassung mehr soziale Gerechtigkeit einforderte. In Washington, D.C. deckt er auf, wie die Banken die Abgeordneten unter Druck setzten, als es im Oktober 2008 um die Verabschiedung eines 700-Milliarden-Dollar-schweren Konjunkturpakets („Bail Out“) ging. Und er wagt sich in die Höhle des Löwen, sprich: an die Wall Street, um die Schuldigen an der ganzen Misere persönlich zur Rede zu stellen…


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