Jülicher Zitadellenschüler mit Poloshirts auf Erfolgskurs
Von Redaktion [21.02.2010, 17.49 Uhr]

Ein großer Tag für fünf Jungen und vier Mädchen der Stufe 12 in der Schlosskapelle des Gymnasiums Zitadelle: Gleich feiern sie die Gründung ihrer Schülerfirma, an deren Aufbau sie seit geraumer Zeit arbeiten. Überreicht wird ihnen ein Arbeitsvertrag, der ihre Position in der Schülerfirma festigt.

Viele Phasen der Gründung haben sie bereits durchlaufen seit der ersten Informationsveranstaltung. Gab es zu Beginn des Projekts ein großes Interesse bei vielen Jugendlichen, so merkten diese bald, dass eine Schülerfirma auch eine Menge Arbeit bedeutet. Es bildete sich das neunköpfige Gründungsteam, das mit viel Elan den Aufbau ihrer Firma vorantreibt und im ersten Schritt die Struktur der Firma organisierte. Jedes Gründungsmitglied bewarb sich auf einen Posten je nach Interesse und Fähigkeit. So gibt es wie in der realen Wirtschaft neben der Geschäftsführung die Abteilungen Personal, Einkauf/Verkauf, Marketing und die Finanzverwaltung. Die restlichen Verwaltungsaufgaben teilen sich die Mitarbeiter.

Im nächsten Schritt galt es dann die Firmenidee zu entwickeln. Hier waren sich die Jugendlichen schnell einig, dass sie den Gemeinschaftsgeist an ihrer Schule durch eine eigene Produktpalette stärken wollen. Da das vorhandene Logo der Zitadelle kaum den Ansprüchen einer jungen Generation entspricht, wurde mit der Unterstützung eines Grafikers ein neues Logo entwickelt, das auf verschiedene Produkte aufgebracht werden kann.

Um zu überprüfen, ob die Ideen und Vorstellungen überhaupt auf Interesse stoßen, führten die Schüler und Schülerinnen eine Marktanalyse in der Schule mit einem selbst entworfenen Fragebogen durch und stellten sehr schnell fest, dass die Auswertung von fast 1000 Bögen ganz viel Zeit verschlingt. Trotzdem hat sich der Aufwand gelohnt, wie Geschäftsführer Bastian Körber meint, denn die Ergebnisse geben Aufschluss über das Kaufverhalten und die Vorlieben der zukünftigen Kunden.

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Daher orientiert sich auch das erste Produkt daran - ein Poloshirt mit Logo. Noch müssen Angebote für T-Shirts und Druck eingeholt und verglichen werden, damit ein günstiger Preis kalkuliert werden kann, bevor der Verkauf in der Oberstufe startet.

Derzeit erstellen die Jugendlichen einen Businessplan, um ihre Geschäftsidee zu dokumentieren. Er dient auch als Grundlage für die Gewinnung von Kooperationspartner aus der freien Wirtschaft. Die Schülerfirma wünscht sich Kooperationen mit Jülicher Betrieben zum fachlichen Austausch und wird nach dem erfolgreichen Start auf Betriebe zugehen.

Das Gymnasium Zitadelle ist eine von vier Schulen in Jülich, die eine Schülerfirma ins Schulprogramm aufgenommen haben. Der Aufbau der Schülerfirmen wird von der Stadt Jülich, Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung sowie der Agentur für Arbeit Düren personell und finanziell unterstützt im Rahmen der vertieften Berufsorientierung.

Bewusst hat das Schülerfirmen-Team sich für eine Feier im kleinen Kreis entschieden, da es noch kein fertiges Produkt vorzeigen kann. Daher nimmt je eine Vertreterin der Stadt Jülich und der Agentur für Arbeit Düren sowie der Schulleiter Herr Kreiner an der Überreichung teil. Nach dem feierlichen Akt ziehen sich die Geschäftsführer Bastian Körber und Ina Hülsmann mit Jan Kneifel, Tobias Ogrzewalla, Imme Zillekens, Christopher Pauli, Jacqueline Frieten, Volker Hinz und Christin Wilhelm in ihr Büro zurück, um weiter an der Fertigstellung der ersten Kollektion arbeiten. Mit einer offiziellen Eröffnungsshow voller Überraschungen wollen die Schülerinnen und Schüler ihre Firmenidee im Frühjahr einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.


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