BIOTechnikum macht Station an der Mädchenschule

Jülicher MGJ-Schülerinnen knüpfen den „Faden des Lebens“
Von Redaktion [22.02.2010, 08.12 Uhr]

Der BioTechnikum-Truck hält auf dem Schulhof des Jülicher Mädchengymnasiums

Der BioTechnikum-Truck hält auf dem Schulhof des Jülicher Mädchengymnasiums

Was verbindet eine Haifischhaut und neue Materialien? Wie lässt sich das eigene Erbgut isolieren? Schülerinnen und Interessierte bekommen Antworten auf diese und andere Fragen, wenn die Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ in Jülich am Donnerstag, 25., und Freitag, und 26. Februar, zu Gast ist.

Die Festungs- und Forschungsstadt ist die vierte Station auf der NRW-Tour der Informations–kampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In Kooperation mit BIO.NRW Cluster Biotechnologie Nordrhein-Westfalen als Initiator der NRW-Tour sowie dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie ist das BIOTechnikum vier Wochen lang im Land unterwegs.

Nachwuchsförderung wird am Mädchengymnasium Jülich generell großgeschrieben: Es ist nicht nur ausgezeichnet mit dem Zertifikat „Europaschule in NRW“, sondern auch Partner des zdi-Zentrums ANTalive, das außerschulische Angebote im Bereich Naturwissenschaften bietet. 2009 war die Initiative „BIOTechnikum“ schon einmal in Jülich zu Gast. Um noch mehr Schülerinnen modernste Laborarbeit zu ermöglichen, nutzt das Mädchengymnasium nun im Rahmen der NRW-Tour abermals die Chance, ihnen Biotechnologie zum Anfassen bieten zu können.

Gelegenheit, sich selbst als Forscher zu betätigen, haben die Nachwuchswissenschaftlerinnen an beiden Tagen bei biotechnologischen Praktika. Im Labor der mobilen Erlebniswelt widmen sie sich dem Erbmaterial DNA, technischen Verfahren in der Biotechnologie und der Bedeutung von Proteinen. Unterstützt von projektbegleitenden Wissenschaftlern isolieren sie dabei beispielsweise den „Faden des Lebens“, das Erbmaterial DNA, aus Mundschleimhautzellen oder bestimmen Keime in der Luft. Wie Biotechnologie in Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft zum Einsatz kommt, erfahren die Schülerinnen bei zwei Vorträgen im Pädagogischen Zentrum des Mädchengymnasiums.

Allen Wissbegierigen Jülichern steht das BIOTechnikum am Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr offen.

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Forschen vor Ort im BioTechnikum-Truck

Forschen vor Ort im BioTechnikum-Truck

Auf mehr als hundert Quadratmetern ist der Truck Labor, multimediale Ausstellung, Kino und Dialogforum zugleich. Im Mittelpunkt steht dabei der Zusammenhang von biotechnologischer Forschung und der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Wie entsteht ein Medikament? Warum steckt Biotechnologie in Stonewashed-Jeans? Antworten unter anderem darauf gibt ein Rundgang durch das Roadshowfahrzeug. Dabei kann jeder ganz individuell die Welt der Biotechnologie kennen lernen: Themendisplays bieten Basiswissen und prägnante Beispiele; an Multimedia-Terminals lassen sich vertiefende Informationen, Experimentieranleitungen oder ein Biotech-Quiz abrufen.

Greifbar wird die biotechnologische Forschung dank Exponaten wie etwa dem DNA-Chip. Er verdeutlicht spielerisch, wie anhand von Erbgutschnipseln zum Beispiel Krankheiten diagnostiziert werden können. Ein weiterer Teil der Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise ins Innere einer menschlichen Zelle: Mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ erforschen sie deren Bestandteile und steuern dabei die Orientierung in der Zelle mit der eigenen Körperbewegung.

Wer seinen Weg im Obergeschoss fortsetzt, erhält Einblicke ins Leben, wie sie sonst nur Wissenschaftler haben. Denn die Präsentation „Kunstwerke des Lebens“ zeigt auf einem Großbildschirm mikroskopische Aufnahmen von Mikroorganismen und Biomolekülen: schöne Schimmelpilze oder Immunzellen bei der Arbeit. Einen Eindruck von der Bandbreite biotechnologischer Forschung und Anwendung vermittelt das Biotech-Kino mit Filmen zu verschiedenen Aspekten der Biotechnologie. Gleich ob zu Forschungsfeldern, Karrierechancen oder Sicherheit – die Gäste sind stets eingeladen, Fragen zu stellen und mit den projektbegleitenden Wissenschaftlern in Dialog zu treten.


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