Antrag der Kreis-UWG

Schulkonzept Nordkreis beschäftigt nun auch Kreisschulausschuss
Von tee [18.02.2010, 08.11 Uhr]

Eine Wende in der Diskussion um den „Runden Tisch Schulkonzept Nordkreis Düren“ gab es bereits vor Sitzungsbeginn des jüngsten Schulausschusses in Jülich. In der Vorlage wurde der Antrag der Kreis-UWG vorgelegt, der dem Kreis Düren in Form der „Geschäftsstelle des Regionalen Bildungsnetzwerkes“ die Moderation und Koordination anträgt. Damit wäre der Stadt Jülich die angestrebte Federführung aus der Hand genommen.

Letztlich entschieden ist noch nichts, da Kreistagsmitglied Hans Peter Schmitz (SPD) erklärte, der Antrag werde noch im Schulausschuss des Kreises behandelt. Solange solle man eine Entscheidung abwarten.

Schulplaner Hubertus Schober referierte, dass in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal eine gemeinsame Gesamtschule von sechs Kommunen in der Eifel in der Projektphase sei. Ebenfalls in ähnlichen Planungen befände sich der Kreis Heinsberg. Insofern ist das Modell einer Verbundschule offenbar im „Trend“.

Hier stieg Heinz Frey (JÜL) ein, der betonte, dass Jülich nicht alleine das Problem lösen könne. Es müsse ein Konzept für die nächsten 10 bis 15 Jahre her. Als Teil der Kreis-UWG erklärte er, dass die Entscheidung, den Kreis einzubeziehen unter anderem darauf gründe, einen unabhängigen Moderator „abseits der Kirchturmpolitik“ zu haben. Außerdem verwies er darauf, dass seit Antragstellung im Mai 2009 eine lange Zeit vergangen sei und die Politik nun aktiv geworden sei. Befremdlich fand Alfred Hermes (CDU) den Zeitpunkt, jetzt, da der Jülicher Ausschuss sich mit dem Thema befassen würde. Die Konservativen fühlten sich durch diese Aktion hörbar auf den Schlips getreten.

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Frey verwies auf die Gelegenheit zur öffentlichen Diskussion auf der UWG-Veranstaltung „Neuordnung der Schullandschaft im Nordkreis Düren“ am Freitag, 19. März, in Linnich. Mit allen Fraktionen aus dem Nordkreis und den Bürgern soll ab 18 Uhr im Rathaussaal der Stadt Linnich diskutiert werden.

Dazu passte die Anfrage von Cornel Kranen, Sprecher der Stadtelternschaft Jülich, der wissen wollte, ob am Runden Tisch auch Eltern Platz nehmen und ihre Meinung einbringen sollen. Dies wurde bestätigt, allerdings keine konkrete Perspektive gegeben. Derzeit diskutieren die Mandatsträger in den Orten Titz, Aldenhoven, Linnich und Inden mit mehr oder weniger Intensität, so dass der Runde Tisch derzeit ein ideeles Gebilde ist. Allerdings hat es bis dato offenbar noch keine gemeinsame Sitzung gegeben.

Ansgar Kieven (SPD) forderte, dass auch in Jülich das Thema zur Chefsache des Bürgermeisters werden müsse und dieser im Sinne des Vortrages von Hubert Schober alle Bürgermeister der betroffenen Kommunen an einen Tisch bringen müsse. Auf die Frage nach der Zeitschiene, in der eine Gesamtschule am Start sein könnte, betonte Schober, dass – wenn die Hausaufgaben gemacht seien – eine schnelle Umsetzung erfolgen könne.

Zum Abschluss brachte Lambert Schmitz (CDU) die Diskussion, indem er vorschlug, den Termin in Linnich erst einmal wahrzunehmen. „Wenn wir diesen Monat abwarten vergeben wir uns nichts.“ In diesem Sinne fiel dann auch die Entscheidung.


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