Kino im KuBa

Jülich: Wilde Kerle, geistige Dieben und Zweiohrküken
Von Redaktion [18.02.2010, 09.01 Uhr]

Mehr Schein als sein und der Ausbruch aus der kleinen engen Welt – dieses Erzähmotiv eint die drei Filme, die in der kommenden Woche im Jülicher Kulturbahnhof zu sehen sind: „Wo die wilden Kerle wohnen“ entdecken Kinder am Montag, 22. Februar“, ehe es an diesem und dem Folgeabend 23. Februar „Lila, lila“ wird. Zum dritten Mal auf der Leinwand am Mittwoch, 24. Februar, das „Zweiohrküken“ .

Max trifft einen wilden Kerl

Max trifft einen wilden Kerl

Der ebenso unbändige wie sensible Junge Max (Max Records), fühlt sich zu Hause missverstanden und flieht dorthin, „Wo die wilden Kerle wohnen“. Mit ihm reisen kleine Kinofreunde am Montag, 22. Februar, ab 16 Uhr. Max erreicht eine Insel, auf der er geheimnisvollen und seltsamen Wesen begegnet, deren ungestüme Empfindungen und Taten absolut unvorhersehbar sind. Die wilden Kerle wünschen sich nichts sehnlicher als einen Anführer und Max träumt davon, über ein Königreich zu herrschen.

Also wird Max zum König gekrönt und gelobt, ein Reich zu schaffen, in dem alle glücklich sind. Doch bald macht Max die Erfahrung, dass sich sein Königreich gar nicht so leicht regieren lässt: Der Umgang mit seinen Untertanen ist weitaus komplizierter, als er sich das ursprünglich gedacht hat.

Zusammen mit dem gefeierten Schriftsteller Maurice Sendak bringt der innovative Regisseur Spike Jonze eines der populärsten Bücher aller Zeiten auf die Leinwand: „Wo die wilden Kerle wohnen“, die klassische Kindheitsgeschichte über Orte, die uns das Wesen unserer Welt erklären können.

Verstehen möchte das auch David Kern (Daniel Brühl), unscheinbarer Kellner, der unverhofft zu Ruhm gelangt. Bunt geht’s in „Lila, Lila“ am Montag, 22., und Dienstag, 23. Februar, um 20 Uhr. "Lila, Lila" so heißt nämlich der Erstlingsroman von David Kern. Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den 50er Jahren angesiedelten Liebesgeschichte. Der unscheinbare Kellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text als den seinen aus, um die schöne Marie (Hannah Herzsprung) zu erobern.

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Vorsicht vor Dichtung und Wahrheit in "Lila, Lila"

Vorsicht vor Dichtung und Wahrheit in "Lila, Lila"

Die beiden werden ein Paar und die Medien reißen sich um David. Doch das Unheil nimmt seinen Lauf, als bei einer Autogrammstunde plötzlich Jacky (Henry Hübchen) vor ihm steht, ein abgehalfterter Herumtreiber, der sich als Autor von "Lila, Lila" zu erkennen gibt ...

Turbulent, witzig und charmant basiert die romantische Komödie aus der Welt der Literatur auf Martin Suters gleichnamigem Bestseller, der sich bis heute über 300.000 Mal verkauft hat. Mit Daniel Brühl ("John Rabe", "Good Bye, Lenin!"), Hannah Herzsprung ("Der Vorleser", "Vier Minuten", Adolf-Grimme-Preis und Deutscher Filmpreis für "Das wahre Leben") und Henry Hübchen ("Alter und Schönheit", "Alles auf Zucker!") ist die Geschichte um eine Lüge mit weitreichenden Folgen großartig besetzt. Regisseur Alain Gsponer (Adolf-Grimme-Preise für "Das wahre Leben", Deutscher Fernsehpreis für "Rose"), der sein Hauptdarstellertrio von einer tragikomischen Situation in die nächste stolpern lässt, sorgt für turbulente Verwicklungen, ohne die großen Gefühle aus dem Blick zu verlieren.

Märchenhaft romantisch und turbulent geht es am Folgeabend weiter: „Zweiohrküken“ läuft ab 20 Uhr am Mittwoch, 24. Februar. Mit seinem bewährten Team tritt Til Schweiger in der Neuauflage seines Romantik-Chaotenfilms vor die Zuschauer. Die Verfilmung des eingekehrten Alltags, der sich dann doch nicht so alltäglich darstellt hat das Prädikat „wertvoll“.

Der Kinobesucher trifft also auf Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) zwei Jahre später ... Als Ludo eine alte Flamme (Edita Malovcic) wiedertrifft, wird Anna eifersüchtig. Die Gute ist offensichtlich noch ziemlich interessiert. ??Ludo wehrt sich, auch mit Recht, gegen Annas Kontrollversuche und fordert Freiraum ein. Dummerweise taucht just zu diesem Zeitpunkt Annas Ex-Freund Ralf (Ken Duken) auf, und plötzlich gefällt Ludo der neue Freiraum gar nicht mehr so gut ..


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