Erfolgreiches Jahr mit guten Partnern

Jülicher Stadtbücherei hat Leserschaft 13plus im Visier
Von tee [10.02.2010, 14.48 Uhr]

: SchoolCorner ist eines der Vorzeigeprojekte 2009, über die sich Büchereileiter Werner Wieczorek (l) und Fördervereins-Vorsitzende Elisabeth Vietzke (r) freuen.

: SchoolCorner ist eines der Vorzeigeprojekte 2009, über die sich Büchereileiter Werner Wieczorek (l) und Fördervereins-Vorsitzende Elisabeth Vietzke (r) freuen.

Eine feste Kulturgröße ist die Stadtbücherei Jülich. Das ist kein gefühlter Wert. 72.509 Besucher kamen 2009 ins Kulturhaus am Hexenturm um Romane, Filme, Hörbücher, Computermedien und Spiele zu entleihen. Dennoch sieht Werner Wieczorek als Leiter der Einrichtung noch viel Potential – und hat Verbesserungen im Service vor.

Eine Umfrage von September 2009 wird derzeit ausgewertet. Dennoch ist ein Ergebnis für Büchereileiter Wieczorek schon überdeutlich: „Viele wissen gar nicht, wie umfangreich unser Angebot ist. Eine Anregung war, den ,Spiegel` zu abonnieren, den wir schon seit Jahren haben.“ Mehr Orientierung ist das Stichwort und diese sollen Besucher künftig direkt im Eingangsbereich bekommen.

Gelungen ist ein Leitsystem bereits, das im Herbst eingeführt worden ist: Der SchoolCorner. Zur Freude von Wieczorek treffen sich bereits Jugendliche zum Arbeiten im Untergeschoss der Bibliothek und nutzen das Angebot an Lernmedien sowie den kostenlosen Computer- und Internetzugang. Als so genannter Hotspot – ebenfalls eine Errungenschaft 2009 – ist die Stadtbücherei auch für Studenten ein Anziehungspunkt, der allerdings noch ausbaufähig ist. Diese Klientel, die übrigens ermäßigt die Hälfte des Jahresbeitrages zahlt, nutzt auch gerne das Lesecafé, im September vergangenen Jahres eingerichtet und eingeweiht. Ein Blickfang, wie Wieczorek nicht ohne stolz erklärt.

Für das Jahr 2010 hat der Büchereileiter eine neue Altersgruppe im Visier: 13plus. Unter dem Arbeitstitel „Young Corner – Medienwelten ab 13 Jahre“ sind bereits Landesmittel für das Projekt beantragt worden. Eigene Möbel, eigene Dekoration und durch Wände getrennt sogar ein unbeobachteter eigener Bereich sollen diese Leserschaft locken. Zuversichtlich sieht Wieczorek der Umsetzung entgegen, die bis Herbst 2010 vollzogen sein soll: „Wir stehen in Kooperation mit dem städtischen Jugendheim und haben schon Kontakt zum Jugendparlament aufgenommen.“ Veranstaltungsideen liegen ebenfalls in der Schublade: „Poetry Slam“, ein literarischer Vorlesewettbewerb mit eigenen und fremden Lieblingsgedichten und Lesungen für Schüler der 7. bis 9. Klassen gehören dazu.

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42 Kindergärten und Schulen blickten sich in der Stadtbücherei Jülich 2009 hinter die Kulissen. Hier lassen sich gerade Kinder von der Einrichtung „Unterm Regenbogen“ Koslar von Birgit Kasberg die Ausleihe erklären.

42 Kindergärten und Schulen blickten sich in der Stadtbücherei Jülich 2009 hinter die Kulissen. Hier lassen sich gerade Kinder von der Einrichtung „Unterm Regenbogen“ Koslar von Birgit Kasberg die Ausleihe erklären.

Apropos Veranstaltungen: Auch hier ist die Zahl der Besucher um fast zehn Prozent auf 3865 gestiegen. Tendenz steigend können Förderverein Stadtbücherei und Institution gleichfalls für den SommerLeseClub (SLC) vermelden, der sich einer wachsenden Fangemeinde erfreut. Nach Wiederholung ruft auch der Herbstschmökerclub, 2009 zum ersten Mal angeboten und bereits ein Erfolgsmodell. Während im Sommer die Jungleser ab Klasse 4 und weiterführende Schulen angesprochen sind, ist der Herbst den Grundschülern vorbehalten.

Möglich ist das nur, so betont Werner Wieczorek, durch Partner: Der hauseigene Förderverein mit 20 Einsatzkräften für den SLC und Neuerwerbungen – jüngst wurde der Kölner Stadtanzeiger abonniert – die Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße etwa beim Nikolaus-Abend, der Bibliothekenverbund, Buchhandlung Fischer und das Museum… Die Reihe ist fortsetzbar.

Wer künftig kein Angebot der Stadtbücherei mehr verpassen möchte, kann den neuen Newsletter abonnieren (Antrag per eMail unter stadtbuecherei@juelich.de). Diesen kostenlosen Service nutzen inzwischen 130 Interessierte.


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