Jahresempfang

Fortschritt an FH in Jülich unaufhaltsam
Von Arne Schenk [31.01.2010, 12.55 Uhr]

Auf dem Jahresempfang am Campus Jülich der FH Aachen: Dietmar Nietan, Prof. Angelika Merschenz-Quack, Landtagsabgeordneter Dr. Gerd Hachen, Prof. Marcus Baumann und Josef Wirtz (v.l.n.r.).

Auf dem Jahresempfang am Campus Jülich der FH Aachen: Dietmar Nietan, Prof. Angelika Merschenz-Quack, Landtagsabgeordneter Dr. Gerd Hachen, Prof. Marcus Baumann und Josef Wirtz (v.l.n.r.).

„Der Fortschritt an der Fachhochschule in Jülich ist nicht aufzuhalten!“, bekundete der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan anlässlich des Jahresempfangs im Auditorium auf dem Campus der Herzogstadt. In Hinblick auf den direkt neben dem Auditorium gelegenen Neubau erinnerte er an das Bemühen über Parteigrenzen hinweg, den 77 Millionen Euro teuren Bau zu verwirklichen. Gleichzeitig mahnte er, auch in Zukunft nicht nachzulassen, um dem Motto „Bildung ist unser wichtigster Rohstoff“ Taten folgen zu lassen.

Wie er sich im Jahr 2006 „die Hacken ablief, damit das Ganze finanzierbar wird“, bedachte der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz. Immerhin sei es die größte Summe, die das Land in den Kreis Düren investiert habe. Für die Zukunft plane er, eine Förderung vom Land zu erhalten, um Sportstätten am neuen FH-Standplatz einzurichten. Eine Kooperation der Fachhochschule mit dem nahe gelegenen Sportverein Germania Lich-Steinstraß sei bereits beschlossen. Eine ernüchternde Prognose für die kommenden Jahre angesichts der trostlosen Haushaltslage stellte der Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel. Doch trotz eng gesteckten Budgets forderte er, dass die Ausbildung junger Menschen auch in Zukunft oberste Priorität besitzen soll.

In eine festliche Stimmung versetzten die Violinistin Johanna Hoppstock und die Cellistin Verena Hoppstock das Publikum mit Sonaten von Telemann und Händel. Über Trauer und Freude berichtete Campussprecherin Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack bei ihrem Jahresrückblick und begann mit einer Gedenkminute für die verstorbenen Professoren Dr. Stefan Sponagel und Dr. Friedhelm Hövelmann sowie Mitarbeiter Hubert Schmitz. Positiv vermerkte sie unter anderem, dass Professor Dr. Stefan Bauschke das Kollegium ergänzt und Prof. Dr. Manfred Biselli zum neuen Dekan des Fachbereichs Chemie und Biotechnologie berufen wurde.

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Elektrotechnik und Maschinenbau PLuS sind zwei der neuen Studiengänge, die 2010 beginnen. Diese ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengänge laufen im Kooperation mit den Berufskollegs Düren und Jülich. Absolventen besitzen nach Abschluss dieses praxisorientierten Studiums gleichzeitig eine abgeschlossene Lehre. Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann setzte die Liste der zahlreichen neuen Studiengänge fort, darunter ein Dualer Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik mit gleichzeitiger Ausbildung zum Berufspiloten auf Düsenjets zum Wintersemester 2010/2011.

Dadurch wolle die FH garantieren, dass die Lehrinhalte stets auf die aktuellen Markterfordernisse abgestimmt seien. Dem Bachelorabschluss gab er kräftig Rückendeckung. Damit könne ein Absolvent entweder direkt ins Berufsleben starten oder sich mit einem Masterprogramm weiter spezialisieren. Zudem biete die FH Aachen durch diverse Kooperationen die Möglichkeit, einen Doktortitel zu erlangen.

Natürlich habe es einmal den weltweit anerkannten Titel „Diplom-Ingenieur“ gegeben. Aber durch die Einrichtung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens via Bologna Prozess seien Bachelor und Master unumgänglich. Eine Rückkehr sei nicht möglich. Auch er habe als Kind mit dem Gedanken gespielt, Kommerzienrat zu werden oder Geheimrat, betonte Baumann. „Das ist mir aber nicht gelungen.“


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