Neustrukturierung der Jülicher Patientenbibliothek

„Rollende Bibliothek“ in Jülich wird dauerhaftes Angebot
Von Redaktion [29.01.2010, 14.12 Uhr]

Im wöchentlichen Einsatz fahren seit Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterinnen im St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich mit einem Bücherwagen über die Stationen. Den Patienten wird so die Möglichkeit geboten, die von ihnen gewünschte Literatur direkt am Krankenbett auszuwählen. Die „Rollende Bibliothek“ führt circa 200 Bücher mit sich, die aus dem Gesamtbestand von rund 2.500 Medieneinheiten wöchentlich neu zusammengestellt werden.

Gegründet wurde die Patientenbibliothek von einer Schulschwester, die mit einem Korb voller Bücher über die Stationen ging und den Patienten Bücher zur Lektüre anbot. In den sechziger Jahren entstand dann, zunächst aus Nachlässen und Spenden, Zug um Zug eine „kontrollierte“ Büchersammlung. Ein Bibliotheksraum wurde eingerichtet. Der Bestand wurde nach bibliothekarischen Regeln erfasst und katalogisiert. Ein „Büchermobil“ wurde angeschafft und die ehrenamtlichen „Bücherfrauen“ versorgten seitdem regelmäßig die Patienten auf den Stationen mit Literatur.

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Altersbedingt haben die ehrenamtlichen Helfer zusammen mit der Hausleitung nun ein neues Konzept in die Umsetzung gebracht. Anstelle des Bücherwagens wurden auf den Abteilungen Bücherwände eingerichtet, von denen sich die Patienten selber ihre Literatur aussuchen können. In den Bereichen, wo das Raumangebot die Installation fester Regale nicht zulässt, wird im Wochenrhythmus ein variables Angebot in Form des Bücherwagens geschaffen. Das neue Angebot wird weiterhin von den Ehrenamtlerinnen Ursula Cremer, Renate Grossmann, Ursula Kliffken, Brigitte Müller, Maria Röttgen-Burtscheid, Maria Scheer, Gisela Schmid und Mechthild Schmitz betreut.

Renardo Schiffer, kommissarischer Kaufmännischer Direktor würdigt den „selbstlosen Einsatz“ der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für die Krankenhausbibliothek. „Sie haben bzw. geben den Patienten im Krankenhaus etwas sehr Kostbares. Auch wenn Patienten heute wesentlich kürzer im Krankenhaus sind als früher, bietet ein Buch für viele immer noch eine willkommene Abwechslung. Bücher sind gute Freunde, insbesondere in Tagen der Krankheit. Unser Ziel ist es, den Servicegedanken weiter in den Vordergrund zu stellen, den Leser auf positive Gedanken zu bringen und damit zu einem raschen Genesungsprozess beizutragen“, so Schiffer.


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