Drei Kommunen gemeinsam im „Schulsupport“
Von Redaktion [24.08.2009, 09.07 Uhr]

Bei der Unterzeichnung: v.l.: Peter Schmitz, Gemeinde Niederzier; Bürgermeister Heinrich Stommel; Bernhard Hadel, kdvz; Jürgen Frantzen, Gemeinde Titz

Bei der Unterzeichnung: v.l.: Peter Schmitz, Gemeinde Niederzier; Bürgermeister Heinrich Stommel; Bernhard Hadel, kdvz; Jürgen Frantzen, Gemeinde Titz

In den neun allgemeinbildenden Schulen der Stadt Jülich (5 Grundschulen, 1 Förderschule, 1 Hauptschule, 1 Realschule, 1 Gymnasium) müssen insgesamt ca. 500 Computer und eine Vielzahl von weiteren Geräten in diversen Netzwerken betreut werden. Bereits seit dem Jahr 2002 hat die Stadt Jülich sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. In einem ersten Schritt wurde, unterstützt durch die Kommunale Datenverarbeitungszentrale Rhein-Erft-Rur (kdvz) und in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und Vertretern der Jülicher Fraktionen ein „Konzept für den Einsatz von Medien und Informationstechnologie“ für alle städtischen Schulen erstellt. Dieses Konzept soll insbesondere ein standardisiertes und strukturiertes Vorgehen sicher stellen, um für alle Schülerinnen und Schüler gleiche Möglichkeiten zu schaffen.

Um eine sinnvolle Ausstattung und Nutzung zu erreichen, musste neben den Investitionen in technische Infrastruktur, Hard- und Software auch die Betreuung der EDV-Ausstattung und Netzwerke sichergestellt werden.

Die Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter in den ersten Jahren war unbefriedigend, deshalb entschloss sich die Stadt Jülich, zunächst im Rahmen eines auf zwei Jahre befristeten Projektes, den sogenannten Schulsupport in Eigenregie zu erledigen.

Neben dem klassischen EDV-Support (Wartung, Unterhaltung, Fehlerbehebung, Installation und Konfiguration) berät das Schulsupport-Team zu allen Fragen im Bereich der EDV in den Schulen und übernimmt die umfassende Netzwerkbetreuung. Darüber hinaus kümmert es sich u.a. auch um die Beschaffung von Hard- und Software, die Dokumentation / Inventarisierung, Sicherungskonzepte und wirkt bei EDV-spezifischen Bau- und Verkabelungsmaßnahmen von der Planung bis zur Abnahme mit. Außerdem wurden eine Vielzahl an Musterlösungen (Firewall, zentraler Virenschutz, selbstheilende Netzwerke, Fernwartung etc.) zum Teil basierend auf kostengünstigen / -losen Open-Source-Produkten entwickelt.

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Da die Jülicher Schulen mit den erbrachten Dienstleistungen mehr als zufrieden waren und in einer Befragung beste Noten verteilten, wurde für die Schulen der Stadt Jülich der Schulsupport zwischenzeitlich dauerhaft etabliert.

Um die Kosten hierfür durch Nutzung von Synergien (Bündelung von Wissen und Bedarf, anteilige Overheadkosten, Standardisierung) zu senken und auch andere interessierte Kommunen in den Genuss eines organisierten Schulsupportes kommen zu lassen, wurde die interkommunale Zusammenarbeit gesucht und gemeinsam mit der kdvz möglich gemacht.

Über die kdvz haben sich die Kommunen Jülich, Niederzier und Titz zusammen geschlossen und erledigen in den kommenden zwei Jahren ihren Schulsupport im Rahmen eines weiteren Projektes gemeinsam. Die Stadt Jülich steuert ihr aufgebautes Wissen sowie die bereits entwickelten Musterlösungen bei und übernimmt im Rahmen von Personalgestellung die Steuerung / Koordination.

Zur Unterzeichnung der entsprechenden Vereinbarung kamen Vertreter der Städte Jülich und Linnich, der Gemeinde Titz und der kdvz im Jülicher Rathaus zusammen.

Weitere Kommunen haben bereits Interesse bzgl. ihrer Teilnahme angemeldet und die bereits angeschlossenen Kommunen stehen einer Erweiterung positiv gegenüber.


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