Für alle Sinne

Fest der Kulturen auf dem Jülicher Marktplatz
Von Redaktion [19.09.2009, 08.45 Uhr]

Internationale Spezialitäten machen das Fest der Kulturen zum Gaumenvergnügen

Internationale Spezialitäten machen das Fest der Kulturen zum Gaumenvergnügen

Der Marktplatz verwandelt sich am Samstag, 26. September, beim Fest der Kulturen zur Open-Air Bühne und Schlemmermeile. Neben dem vielfältigen Programm für Auge und Ohr können Neugierige aus den „internationalen Töpfen“ auch den Gaumen kitzeln. Den Eindruck der vielfältigen internationalen Jülicher Bewohner vervollständigen von 11 bis 21 Uhr Filme und Informationen der verschiedenen Länder.

Köfte neben Lasagne, Empanadas neben Waffeln, Sardinen neben Frühlingsrollen, Pleskavica neben gebackenen Bananen - und alles "hausgemacht". Dazu portugiesisches Bier, chilenischer Wein, Grüner Tee und vieles, vieles mehr.

Der chinesische Kulturverein bietet Gerichte aus der nordchinesischen Küche, auch als Peking-Küche bekannt, an. Zum Würzen wird traditionell Ingwer, Knoblauch, Sesamöl und Sojasauce verwendet. Typische Gerichte sind z.B. gefüllte Teigklöße. Große Klöße heißen Bao Zi mit einer festen Füllung, kleinere Jia Zi haben verschiedene Füllungen aus Gemüse, Fleisch oder Garnelen. Sie sind Maultaschen nicht unähnlich. Deshalb isst man einem Spruch zufolge Jia Zi zur Begrüßung und Nudeln zum Abschied, denn die langen Nudeln symbolisieren die Verbundenheit nach der Trennung.

Mitarbeiter und Studenten aus China, Türkei, Afrika, aus den arabischen Ländern, Indien und Griechenland vom Campus Jülich der Fachhochschule Aachen und des Freshman-Instituts beteiligen sich ebenfalls mit Speisen, Getränken, Süßigkeiten, Kunsthandwerk und traditionellen Handarbeiten.
Afrikanische Köstlichkeiten, vegetarische tamilische Spezialitäten und temperamentvolle italienische Leibgerichte runden den Gaumenschmaus ab.

Engagierte Einzelpersonen aus dem russisch-sprachigen Raum sorgen für Musik, Speisen und Getränke. Einzelne Gerichte und Zutaten der russischen Küche sind weltbekannt, zum Beispiel Bliny, Piroggen, Soljanka, Wodka, Borschtsch, Schaschlik, Tscheburiki oder Pelmeni. Die Auswahl wird schwer, denn es gibt noch weitere Köstlichkeiten.

Die türkische Küche ist variantenreich in der Zubereitung verschiedener Gemüse. Es wird gebraten, frittiert oder mit Joghurt serviert. Gemüsegerichte werden allein oder mit Fleisch warm gegessen, mit Reis und Hackfleisch gefüllt (Dolma) oder auch mit Olivenöl zubereitet und kalt gegessen.

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Apetithappen

Apetithappen

Besucher des albanischen Kulturvereins „Bashkimi Kombetar“ dürfen sich auf traditionelle Speisen wie Pleskavica, Qebapa, Bubica, Vishlle, Suxhuk, Mish Terun und Shnica freuen. Wer die Gerichte noch nicht kennt, muss sie probieren kommen.

Haben Sie schon Anticucho gegessen? Das sind Spießchen aus Südamerika, mit Schweinefleisch oder Geflügel, Schinken, Speck, Paprikaschoten und Zwiebeln zubereitet. Oder Empanadas – an der Küste werden die Teigtaschen mit Fisch, Krabben Zwiebel und Käse gefüllt, aber auch mit Rinderhackfleisch, Eier, Olive, Knoblauch und Rosinen. Dazu werden gepflegte Getränke gereicht: Eine chilenische Volksweisheit sagt: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“ Diese Genießerhaltung spiegelt sich in der chilenischen Weintradition und Qualität wider.
Chiles Weine sind weltberühmt und sehr gut. Am Stand kann probiert und gekauft werden. Oder versuchen Sie den beliebten Cocktail „Pisco Sour“. Piscu bedeutet „fliegender Vogel“. Der Pisco ist ein klarer, typisch chilenischer Traubenschnaps - aber Vorsicht bei übermäßigem Genuss, denn wie gesagt, Pisco lässt die Vögel fliegen!

Auf landestypisches Essen aus Portugal dürfen sich Genießer freuen - Gegrillte Sardinen sind in Portugal eine berühmte Spezialität, die zum Beispiel am 13. Juni, dem Feiertag vom Schutzpatron Antonius von Lissabon, bei zahlreichen Feiern verzehrt werden. Gerne beantworteten die Vereinsmitglieder auch Fragen zu den Speisen und Bräuchen.

Und natürlich vermittelt die Schlemmermeile auf dem Marktplatz nicht nur die Köstlichkeiten aus fernen Ländern, sondern liefert auch die passenden Rezepte für zu Hause!

Wer dann noch nicht genug hat, kann in einem Cadillac eine Rundfahrt durch Jülich genießen.
Am Lateinamerikanischen Stand wird neben Speisen und Getränken auch Schmuck aus Peru verkauft. Kinder können eine Pinata aufschlagen und sehen, welch Überraschungen herauskommen! Das städt. Familienzentrum „Hand in Hand“ bieten Selbstgebasteltes und Selbsthergestelltes zum Verkauf an. Ein buntes Kinderanimationsprogramm mit Malmaschine, Rasta-Zöpfen, Kinderschminken und weiteren Überraschungen bietet der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. am Stand. Ein Bastelprogramm des evangelischen Familienzentrums Röntgenstraße rundet das Angebot für Kinder ab.
Auch die historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus e.V. beteiligt sich auf Wunsch vieler Migrantinnen und Migranten am Fest der Kulturen. Als ältester traditioneller Verein Jülichs glänzt er mit seiner Ausstellung.

Im Alten Rathaus stellen zwei Jülicher Künstler einige ihrer Werke aus. Die chilenische Künstlerin Ruth Gonzales und der portugiesische Künstler Ernesto Marques. Ruth Gonzales stellt erstmalig in Jülich großformatige Bilder aus, die sich auf die vorkoloniale Kultur beziehen. Ernesto Marques arbeitet in seinem Atelier in der Elisabethstraße als Maler und Bildhauer.

Im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses werden DVDs über verschiedene Heimatländer gezeigt. Im „Literaturcafé“ erleben Interessierte einen besonderen Ohrenschmaus - Gedichte und Texte aus unterschiedlichen Kulturkreisen werden in Originalsprache vorgetragen und anschließend übersetzt. So erhält jeder Besucher ein besonderes Gefühl für die fremde Sprache.

So ist das Fest der Kulturen, das vom Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung organisiert wird, auch ein Fest für alle Sinne.


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