Kino im KuBa

In Jülich für Hexen und gegen Diskriminierung
Von Redaktion [17.05.2009, 22.51 Uhr]

Am Kino-Montag im Jülicher Kulturbahnhof stehen am 18. Mai „ Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch“ und „Milk“ auf dem Leinwand-Programm. Um politische Ränke geht es da wie dort.

Hexe Lilli erobert das KuBa-Kino

Hexe Lilli erobert das KuBa-Kino

In „Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch“ kann sich Hexe Surulunda (Pilar Bardem) um 16 Uhr nur durch einen glücklichen Umstand gegen den oberfiesen Zauberer Hieronymus (Ingo Naujoks) wehren. Der hatte sich schon wieder in ihr idyllisches Hexenhäuschen eingeschlichen, um an ihr wohlbehütetes Hexenbuch heranzukommen. Das Glück erschien in Form eines kleinen, ziemlich verfressenen und deshalb etwas übergewichtigen Flugdrache Hektor. Surulunda muss handeln, die Zeit ist reif für eine Nachfolgerin.

Hektor macht sich also auf die Suche nach einer würdigen Hüterin des Hexenbuches und landet mit selbigem und viel Getöse im Haus von Lilli (Alina Freund)! Als diese das wunderbare Zauberbuch entdeckt, geht das Durcheinander auch schon los … Lilli zaubert nur Blödsinn, setzt ihr Klassenzimmer unter Wasser und hext ihren nervigen Schulkameradinnen Schwänze an den Po. Hektor hat deshalb alle Hände voll zu tun, Lilli zu erklären, dass sie mit derlei bösen Zaubereien nie und nimmer Surulundas Nachfolgerin werden kann.

Und während Lilli in ihrer "Probezeit" schleunigst versucht, eine gute Hexe zu werden, ist der weltbeherrschungswillige Zauberer Hieronymus mit seinem nicht weniger durchtriebenen Mops Serafim schon wieder im Anmarsch, um endlich das Hexenbuch an sich zu reißen und sich so die Welt ein für alle Mal untertan zu machen ...

„Hexe Lilli“ basiert auf den populären Kinderbüchern des Erfolgsautoren Knister, dessen Werke weltweit bereits mehr als zehn Millionen Mal über den Ladentisch gingen. Nach der mit fast einer halben Million Zuschauern pro Folge erfolgreichen Zeichentrickserie, bekommt Hexe Lilli endlich auch ihren Auftritt auf der großen Leinwand! Regie übernimmt der vielseitige wie erfolgreiche österreichische Filmemacher Stefan Ruzowitzky ("Anatomie, "Die Fälscher"), der gemeinsam mit Ralph Martin und Armin Toerkell auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Drache Hektor (gesprochen von Comedy-Star Michael Mittermeier) wird über Key-Frame-Animation in eine CGI-Figur verwandelt, die auf der Leinwand mit den Schauspielern interagiert. Vor der Kamera sind u.a. als Hexe Lilli die Neuentdeckung Alina Freund, Anja Kling, Ingo Naujoks, die spanische Schauspielerin Pilar Bardem sowie in einer Gastrolle Yvonne Catterfeld mit von der Partie.

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"Milk" kämpft gegen die Diskriminierung

"Milk" kämpft gegen die Diskriminierung

Zeitsprung: San Francisco, 1972. Harvey Milk (Sean Penn) – namensgeber des gleichnamigen Films um 20 Uhr –und sein Partner Scott Smith (James Franco) haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: "Castro Cameras". Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels - und die der schwulen Community. Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt.

Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu, vor allem sein Berater Cleve Jones (Emile Hirsch) steht ihm unermüdlich zur Seite. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem langjährigen Geliebten Scott. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira (Diego Luna) schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White (Josh Brolin) entpuppt sich schließlich als Todfeind ...

Der für seine Vorliebe für außergewöhnliche Filmstoffe bekannte Regisseur Gus Van Sant - oscarnominiert für "Good Will Hunting", Cannes-Gewinner mit "Elephant" - macht aus den letzten acht Jahren im Leben des Harvey Milk ein mitreißendes Zeitpanorama, das die 70er Jahre aus einer Perspektive zeigt, die man so kaum kennt. 30 Jahre nach Harvey Milks tragischem Tod kommt die einzigartige Geschichte zum ersten Mal ins Kino. Oscar-Preisträger Sean Penn ("Dead Man Walking", "Mystic River") in der Titelrolle steht an der Spitze eines großartigen Ensembles, das neben vielen anderen Emile Hirsch ("Into the Wild"), Josh Brolin ("No Country for Old Men") unter Diego Luna ("Y tu mamá también - Lust for Life") umfasst.


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