Aus dem Polizeibericht

Jülich: Mangelhafter Bus, zerstörte Schule, verbrannter Wagen…
Von Redaktion [25.04.2009, 16.30 Uhr]

Reichlich Einsätze hatte die Jülicher Polizei laut Pressebericht in dieser Woche zu bewältigen. Nachdem am vergangenen Wochenende Vandalen die Schirmerschule und den E-Bau des Gymnasiums Zitadelle heimgesucht hatten und Schaden von rund 10.000 Euro zurückließen, musste ein mangelbehafteter Bus stillgelegt werden und die Fahndung nach Tabakdieben, einem unfallflüchtigen Senior eingeleitet sowie eine Brandursache erforscht werden.

Am Sonntagmorgen rief ein Zeuge die Polizei zum Kiosk auf dem Schlossplatz. Die Scheibe war eingeschlagen worden und die Einbrecher hatten im Innenraum die Zigarettenschachteln aus einem Regal geräumt. Der Wert: Rund 3500 Euro. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Ebenso im Fall des Vandalismus in den Schulen an der Düsseldorfer Straße: Das Lehrerzimmer war verwüstet, Türen und Schränke mit grober Gewalt geöffnet und damit zerstört worden, und Klassenzimmerfenster eingeschlagen. „Ganze“ Arbeit geleistet hatten die Vandalen in der Schirmerschule und dem Gymnasium Zitadelle. Die Polizei hat Strafanzeigen erstattet und die Ermittlungen aufgenommen.

Im wahrsten Sinne „verwüstet“ war auch der Linienbus, den die Polizei am Montag aus dem Verkehr zog, weil die zahlreichen Mängel, so der Polizeibericht, „einen weiteren gefahrlosen Personentransport nicht mehr zuließen“. Es fehlten Haltegriffe und Aufpolsterungen waren beschädigt, lose Gummileisten im Bereich des Drehgelenkes waren wahre "Stolperfallen", scharfkantige Teile durch eine lose Seitenverkleidung in Kopfhöhe sowie unzureichend befestigte Sitzflächen, lose und gebrochene Rückenlehnen, und fehlende Nothämmer stellten eine zusätzliche Gefahr dar.

Diese Mängel, so die Polizei enstünden nicht von ungefährt. Unternehmer wie Fahrer beklagten bei Kontrollen häufig die fehlende Moral bei einigen jungen Fahrgästen, die hemmungslos das Inventar beschädigen oder die Nothämmer einstecken. Der dadurch verursachte Schaden ist immens und muss nicht nur durch den jeweiligen Unternehmer ersetzt werden, sondern bedeutet letztlich eine ständige Gefahr für alle Busreisenden. Auch darüber können Eltern mit ihren Kindern reden.

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In die Verantwortung des Busunternehmens fällt aber sicher der Schaden an zwei der drei Doppeltüren. So war an einer Tür der Einklemmschutz defekt und an anderer Stelle öffnete sich ein Türflügel nicht. Auch die Motorhaube am Fahrzeugheck ließ sich nicht mehr ordnungsgemäß verschließen.

Das alles führte zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens gegen den Fahrer und den Unternehmer. Der im Linienverkehr eingesetzte Gelenkbus war überwiegend mit Schülern besetzt.

Mit einem Verfahren rechnen muss auch der etwa 70-jährige Autofahrer, der sich am Dienstagnachmittag unerlaubt von einer Unfallstelle entfernt hat – allerdings hat ein Zeuge das Kennzeichen notiert. Zu Schaden gekommen ist ein zehn Jahre alter Schüler, der gegen 15.20 Uhr mit seinem Fahrrad auf der Aachener Straße in Richtung Aldenhoven unterwegs war. Offenbar hatte der Autofahrer den Jungen beim Fahren auf den Parkplatz bei „Wackers Mühle“ zu Fall gebracht. Darauf hin stürzte der Radler und fiel über einen Blumenkübel, bei dem er sich Handverletzungen zuzog.

Wie Zeugen den Beamten weiterhin berichteten, habe der Fahrer des Wagens auch noch dabei gestanden, wie sich die Eltern um das verletzte Kind kümmerten. Er habe aber nichts zu seiner Beteiligung gesagt und nach einem Einkauf an einem Obststand sei er wieder weg gefahren.

Das Verkehrskommissariat Jülich hat die Ermittlungen nach dem Fahrer bereits eingeleitet.

Noch ungeklärt ist, wie am Mittwochfrüh, gegen 3.45 Uhr, „An der Promenade“ ein geparktes Auto in Brand geriet. Ein lauter Knall hatte Anwohner geweckt. Auch der Einsatz eines Polizei-Feuerlöschers aus dem zuerst dort eintreffenden Funkstreifenwagen der Polizei genügte nicht, das Feuer zu ersticken. Erst der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. Das Fahrzeug war dennoch vollständig zerstört, so dass eine Schadenshöhe von 10.000 Euro geschätzt wird.

Zur Klärung der Brandursache wurde das Fahrzeug zunächst beschlagnahmt.

In allen Fällen nimmt die Polizei sachdienliche Hinweise unter Telefon 0 24 21/949-2425 entgegen.


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