Jülich: Düsseldorfer Straße wird zum Prototyp
Von tee [26.03.2009, 10.19 Uhr]

Sanierungsbedürftig ist die Düsseldorfer Straße schon geraume Zeit. Jetzt scheint der Baubeginn absehbar.

Sanierungsbedürftig ist die Düsseldorfer Straße schon geraume Zeit. Jetzt scheint der Baubeginn absehbar.

Die Weichen sind gestellt: Für die Sanierung der Innenstadt Jülichs gibt es künftig einen Prototypen – die Düsseldorfer Straße. Erich Gussen, CDU-Politiker und Vorsitzender des Ausschuss für Bauen und Planen der Stadt, brachte die Denkmal-Kenner Conrad Doose und Guido vom Büren mit Ulrich Backhausen von der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße und Stadtmarketing-Vorsitzenden Wolfgang Hommel an einen Tisch und arbeitete einen Kompromiss aus. Außerdem holte sich Gussen die Zustimmung aller Fraktionen vor der Sitzung ab.

Künftig werden alle Straßen in der City auf der Fahrbahn bis zum Markt mit hochverlegtem, rotem Klinkern versehen; Straßen stadtauswärts mit einer Schwarzdecke überzogen. Einheitlich dagegen gestaltet werden sollen die Gehwege mit Klinkerbändern. Verzichtet werden soll aber auf Blumenkästen. Die Borsteinekanten sollen auf Straßenniveau abgesenkt werden.

Matthias Hoven erklärte für die JÜL, sie hätten damals schon für die Verwaltungsvariante gestimmte und äußerte die Befürchtung, die ohne schwierige Vermarktung der Düsseldorfer Straße würde durch eine zusätzliche Zweiteilung des Fahrbahnbelages erschwert.

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Völliges Unverständnis erntete der politische Vertreter für diese Aussage. „Auch wir sind mit der Vorlage nicht hundert Prozent einverstanden“, erklärte Anke Talarek für die Grünen, „weil wir eine Aufweichung der Fußgängerzone befüchten. Aber das ist das Wesen eines Kompromisses.“

Entscheidend ist, dass diese Baumaßnahmen – anders als befürchtet – keine Auswirkungen auf die einst gezahlten Fördergelder des Landes hat. Die Vermutung, dass Rückzahlungen bei Abweichungen vom alten Konzept fällig würden, haben sich nicht bestätigt.

Die erste Diskussion liegt ein halbes Jahr zurück. Aus Kostengründen – die nicht die aktuellen Kosten, sondern die Folgekosten betrafen – wollten die Hardliner der Sparvariante im September 2008 die gesamte Fläche der Düsseldorfer Straße mit einer Schwarzdecke überziehen. „Wir müssen nicht die gleichen Fehler machen wie vor 20 Jahren“, verwies Jan Schayen (CDU) damals auf die maroden Straßenverhältnisse, die auf Fehlentscheidung bei der Wahl der Steine und des Untergrundes zurück zu führen ist. Das „Probestück“ in der Grünstraße ist nämlich noch unbeschadet intakt, aber vergleichsweise teuer gewesen.

Allerdings wird die Baumaßnahme jetzt nicht günstiger, als der Verwaltungsvorschlag im September vergangenen Jahres – dafür versprechen sich die Ausschussmitglieder aber eine besser Qualittät und Belastungsfähigkeit der Straße. 150.000 Euro sollen hierfür wieder in den Haushalt eingestellt werden. Die Baumaßnahme wird mit 270.000 Euro beziffert.


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