Kino im KuBa

Jülich: Am Anfang waren die Lüge und ein verpasster Zug
Von Redaktion [05.03.2009, 20.11 Uhr]

Aus dem ganz normalen Leben von Jugendlichen: Die Perlmutterfabe

Aus dem ganz normalen Leben von Jugendlichen: Die Perlmutterfabe

Zwei Filme abseits des Mainstream zeigt am Montag, 9. März, das Jülicher KuBa-Kino: Junge Cineasten sehen im Nachmittagsfilm ab 16 Uhr „Die Perlmutterfarbe“, eine Geschichte um eine kleine Lüge und großen Folgen.

Der 13-jährige Alexander geht in die A-Klasse einer Realschule. Er ist beliebt, und sein bester Freund ist Maulwurf. In Lotte ist er ein bisschen verliebt. Als der Zufall ihm Maulwurfs neueste Erfindung, die Perlmutterfarbe, in die Hände spielt, gerät sein Leben etwas aus den Fugen.

In der Klasse wird fieberhaft nach dem Dieb gefahndet, aber statt mit der Wahrheit herauszurücken, greift Alexander zu einer Notlüge. Gruber, ein unliebsamer Klassenkamerad, deckt Alexander und nutzt seine Abhängigkeit für seine Zwecke. Geschickt kann er den Verdacht auf B-Karli (Paul Beck) lenken und eine Hetzkampagne lostreten. Alexander verstrickt sich immer mehr in ein Lügengespinst und entfernt sich weiter von Maulwurf und seinen Freunden, während Gruber die beiden Klassen hinterhältig gegeneinander ausspielt ...

„Die Perlmutterfarbe“ erzählt die Geschichte eines Jungen, der sich wegen einer kleinen Lüge aus Eitelkeit in große Schuld verstrickt. Die feinsinnige humorvolle Parabel auf Freundschaft und Wahrheit ist im Jahr 1931 angelegt. Das Drehbuch von Marcus H. Rosenmüller und Christian Lerch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Maria Jokl, die im Mikrokosmos Schule die drohende Welt des heraufziehenden Nationalsozialismus einfing, vor der sie 1933 aus Berlin geflohen war.

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Odd Horten hat den Zug verpasst

Odd Horten hat den Zug verpasst

„O’Horten“ heißt der Erwachsenen-Film, bei dem um 20 Uhr alles mit einem verpassten Zug beginnt.

Ein Zug rollt durchs winterliche Norwegen. In der Führerkabine sitzt Odd Horten (Bård Owe), 67, auf seiner vorletzten Fahrt von Oslo nach Bergen. Morgen will er zum letzten Mal seinen Dienst antreten. Aber zum ersten Mal in fast vierzig Jahren verschläft der sonst so besonnene Horten und verpasst tatsächlich seinen letzten Zug. Das Missgeschick ist erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee, in die Horten mit roten Stöckelschuhen an den Füßen stolpert ...

Die Welt ist ein Spielplatz voller verrückter Ereignisse. Seltsam sind die Wege, die das Schicksal geht und das Chaos eröffnet auf einmal ungeahnte Möglichkeiten. Alles kann passieren. Und vielleicht gehen die Träume, zu denen uns bisher immer der Mut fehlte, am Ende ja doch in Erfüllung?

Bent Hammer ("Kitchen Stories", "Factotum") verzaubert sein Publikum mit einer wunderbar lakonischen Erzählung über die Wege, die das Schicksal nimmt, wenn der Fahrplan plötzlich nicht mehr gilt.


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