Aus der Wirtschaft

Agroisolab zieht in Jülicher High-Tech-Mall um
Von Redaktion [15.02.2009, 14.15 Uhr]

Geschäftsführer Frank Derichs (l.) und Dr. Markus Boner (3.v.l.) freuen sich, dass GWS-Geschäftsführer Michael Müller (r.) und Landrat Wolfgang Spelthahn ihnen das Bekenntnis zum Standort Jülich ermöglicht haben.

Geschäftsführer Frank Derichs (l.) und Dr. Markus Boner (3.v.l.) freuen sich, dass GWS-Geschäftsführer Michael Müller (r.) und Landrat Wolfgang Spelthahn ihnen das Bekenntnis zum Standort Jülich ermöglicht haben.

Neuer Gesellschafter, neue Mitarbeiter, neue Kunden – und nun auch noch ein neuer Firmensitz: Zum Jahresanfang zeichnen sich für die Jülicher Firma Agroisolab reichlich Veränderungen ab. Sie gehört nun zum TÜV Rheinland und wird spätestens im Oktober den angekündigten Umzug innerhalb des Gewerbegebiets Königskamp in die so genannten „High-Tech-Mall“ der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren (GWS) vollzogen sein.

Einen Möbelwagen brauchen Dr. Markus Boner und sein Team eigentlich nicht, denn vom Jülicher Technologiezentrum bis zur High-Tech-Mall ist es wirklich nur der berühmte Steinwurf. Das noch nicht ausgebaute High-Tech-Mall-Gebäude gehörte der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren (GWS) und stand seit seiner Errichtung vor fünf Jahren leer. Nun erweist es sich als Glücksfall, dass es schon da und noch zu ha-ben war. Landrat Wolfgang Spelthahn, GWS-Aufsichtsratsvorsitzender: „Die GWS war in der Lage, einer dynamisch wachsenden Firma passgenau ein Gebäude anzubieten und damit qualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu halten – das ist ein Gewinnermodell für alle.“

In der High-Tech-Mall stehen der Agroisolab GmbH insgesamt 1000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung - doppelt soviel wie derzeit, genug für weiteres kontinuierliches Wachstum. 1,5 Millionen Euro, so Geschäftsführer Frank Derichs, will die neue Eigentümerin in den Ausbau ihres künftigen Domizils investieren. Anfang Oktober soll der Ortswechsel vollzo-gen sein. „Wir freuen uns auf das neue, sehr, sehr gut gebaute Gebäude, denn hier sind wir an Grenzen gestoßen“, kündigte Berater Prof. Dr. Hilmar Förstel vor der Presse einen neuerlichen Wachstumsschub an.

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Die Firma war 2003 aus dem Forschungszentrum Jülich heraus gegründet worden und hat derzeit zwölf Mitarbeiter. Ihr Metier ist die Herkunftsbestimmung von organischem Material. Stammt ein Produkt tatsächlich aus dem deklarierten Anbau- oder Aufzuchtgebiet? Ist es ein Original oder ein Plagiat? Agroisolab kann die Herkunft einer Ware genau bestimmen, ohne in die Frachtpapiere zu schauen. Der isotope Fingerabdruck und eine Datenbank machen es möglich. „Mit dem Verfahren des Herkunftsnachweises haben wir uns eine Marktnische erstrampelt, die sich mittlerweile als weites Feld erweist“, berichtete Boner von der zunehmenden Bedeutung der Rückverfolgbarkeit von Waren im Sinne des Verbraucherschutzes.

Seit Jahresbeginn ist der TÜV Rheinland Hauptgesellschafter des Unternehmens. Gemeinsam peilt man nun den internationalen Markt an. Die Zentrale soll dabei in Jülich blei-ben, aus alter Verbundenheit und Kalkül. „Die Nähe zur Fachhochschule und zum Forschungszentrum mit ihren Möglichkeiten ist uns sehr wichtig. Wir brauchen diese Spielwiese, denn wir können uns nicht auf unserem Wissenstand ausruhen“, beschrieb Prof. Förstel das Verhältnis von freiem Warenverkehr und der kontrollierenden Agroisolab als eine Art Räuber-und-Gendarm-Spiel. So sollen auch künftig junge Diplomanden zu der Firma wechseln, die Ende letzten Jahres mit dem Innovationspreis der Region Aachen ausgezeichnet worden war. Und zwar in der Sparte Wachstum. Für Landrat Wolfgang Spelthahn ist die Agroisolab nicht nur ein Vorzeigeunternehmen, sondern ein Muster mit Wert: „Der Kreis Düren ist ein 1 a-Forschungsstandort. Wir setzen alles daran, junge Firmen bei uns anzusiedeln, die sich aus den Wissenschaftseinrichtungen heraus gründen, um die qualifizierten Arbeitsplätze in unserer Region zu halten.“


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