„Integration gemeinsam gestalten“

„KOMM-IN“ Jülich
Von Redaktion [05.01.2009, 08.57 Uhr]

In Jülich leben Menschen aus vielen Ländern der Welt seit Jahrzehnten friedlich und in gegenseitigem Respekt zusammen. Der Leitspruch „Miteinander – Füreinander“ steht für Toleranz, Hilfsbereitschaft und Offenheit in Jülich. Aber fühlen sich Menschen mit Migrationshintergrund in Jülich wohl? Wie sieht die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in Jülich aus? Welche Potentiale bringen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte mit?

Wie leben wir gemeinsam in Jülich, wenn wir „weniger, bunter und älter“ werden? Solche und ähnliche Fragen bewegen das Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung, denn im Stadtgebiet von Jülich leben über 3.000 Menschen mit ausländischem Pass aus 105 Nationen.

Aus Unterschieden, Vielfalt und Fremdheit das Bestmögliche für Jülich zu erreichen, ist das Ziel. Aus diesem Grund soll im Rahmen des landesgeförderten KOMM-IN Projektes „Integration gemeinsam gestalten“ bis Januar 2009 ein innovatives Gesamtkonzept zum Thema Integration entstehen. Das Institut für soziale Innovation aus Solingen begleitet das Projekt, das zwei Schwerpunkte hat: die Bestandsaufnahme zur Integration sowie die Vernetzung der Akteure in den Bereichen Bildung, Schule, Ausbildung und Beruf.
In den vergangenen sechs Monaten haben viele Menschen gemeinsam Ideen entwickelt, wie Integration, Bildungserfolge von Migrantenkindern und die Unterstützung von Eltern und Neuzugewanderten verbessert werden können.

Gefragt wurden zuerst einmal die, von denen die Rede ist: Migrantinnen und Migranten.
Welche Interessen haben sie, wie erleben sie die Infrastruktur in Jülich, gibt es Bereitschaft, sich im Bereich Soziales, Bildung oder Freizeit zu engagieren und wo sind Kooperationen mit anderen Vereinen und Organisationen denkbar.

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Die Themen Erziehung, Bildung, Sprache, Übergang Schule und Beruf sowie Studium wurden mit ca. 70 Akteuren in einer Bildungskonferenz diskutiert. Dabei wurden Stärken und Entwicklungspotentiale aufgezeigt und Handlungsansätze entwickelt.

Im Oktober wurden die Interviewpartner sowie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Zuwanderungsgeschichte eingeladen, um die Interviewstudie zu diskutieren. Deutlich wurde:
Viele Migrantinnen und Migranten sind bereit, sich ehrenamtlich in Jülich in den Bereichen „Elternarbeit, Wohnen in Jülich, Öffentlichkeitsarbeit etc.“ einzubringen. So sind die Migrantenselbstorganisationen etwa bereit, Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Sprachproblemen zu unterstützen.

Die stadteigene Homepage wurde im Bereich „Bildung, Gesellschaft und Soziales“ mit dem neuen Menüpunkt „Jülich International“ erweitert. Hier finden Interessierte Informationen zu „Deutsch lernen“, Informationen für ausländische Studenten und über das bürgerschaftliche Engagement der Migrantenselbstorganisationen. Zug um Zug werden die Inhalte ergänzt.
Im Herbst wurden 10 Experten aus dem Bereich Bildung und Elementarerziehung zu ihren Erfahrungen interviewt. Auch diese Ergebnisse münden in einen Aktionsplan, der im Januar im Rahmen der Abschlusskonferenz mit allen Beteiligten diskutiert wird.


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