Agroisolab aus Jülich erhält den Innovationspreis
Von Redaktion [16.12.2008, 08.01 Uhr]

Die Agroisolab GmbH gehört zu den Trägern des Innovationspreises Region Aachen 2008. Das Unternehmen, im Jahre 2002 aus dem Forschungszentrum Jülich heraus gegründet, erhielt den mit 5000 Euro dotierten Preis im Rahmen eines Festabends im Krönungssaal des Aachener Rathauses für seine besondere Leistung in der Kategorie "Wachstum". Agroisolab, im Jülicher Technologiezentrum angesiedelt, verwendet erfolgreich die Isotopenanalyse, um die Herkunft von Lebensmitteln zu ermitteln.

"Wir freuen uns natürlich sehr über den Preis. Er bestätigt, dass die Isotopenanalyse wichtig für die Transparenz im globalen Markt ist", sagt Dr. Markus Boner, Geschäftsführer von Agroisolab. "Die Grundlagen des Erfolgs wurden im Forschungszentrum Jülich gelegt." Das Unternehmen entstand 2002 aus der ehemaligen Stabilen Isotopenabteilung des Forschungszentrums Jülich, die von Prof. Hilmar Förstel geleitet wurde. Förstel war am Forschungszentrum maßgebend an der Entwicklung der Isotopenanalyse im Bereich Lebensmittel beteiligt. Der Wissenschaftler ist bis heute mit Agroisolab als Berater verbunden."Das Unternehmen stellte seine Innovationskraft nachdrücklich unter Beweis.

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Die prämierte Innovation ist im globalen Wettbewerb sehr wichtig, insbesondere wenn es um Haftungsansprüche geht. Kunden können nun ihre Produkte jederzeit analytisch wiederfinden, und das bei nahezu vollständiger Fälschungssicherheit", begründete das Kuratorium den Preis an die Jülicher. Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, beglückwünscht Agroisolab zu dem Erfolg: "Der Preis ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Forschung in Jülich eine solide Basis für die Anwendung und damit auch für den wirtschaftlichen Erfolg legt." Mit der Isotopenanalyse kommt das Unternehmen fast jedem Etikettenschwindel auf die Spur. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Herkunft unterschiedlicher Lebensmittel oder Hölzer rasch und effektiv zurückverfolgen.

Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass chemische Elemente wie Wasserstoff oder Schwefel in der Natur in unterschiedlich schweren Varianten - Isotopen - vorkommen. Die Mitarbeiter von Agroisolab ermitteln, welches Isotop eines Elementes zu welchem Anteil in einer Probe vorkommt: Dieser "isotope Fingerabdruck" ist charakteristisch für eine bestimmte Herkunftsregion. Daraus haben die Wissenschaftler einen Isotopen-Atlas erstellt, mit dem sich bestimmen lässt, woher ein Produkt stammt. Das Labor kann also exakt nachweisen, ob ein Wein wirklich aus einer bestimmten Region kommt oder der Bio-Apfel tatsächlich in Deutschland und nicht in China geerntet wurde.


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