Leo Brandts Credo: „Alle sollen besser leben“

Jülich: Ausstellung und Kolloquium
Von Redaktion [15.12.2008, 22.54 Uhr]

Der nordrhein-westfälische Wissenschaftsförderer und Politiker Prof. Leo Brandt (1908 – 1971) hat das Forschungszentrum Jülich mitgegründet. Aus Anlass seines hundertsten Geburtstages veranstaltete das Forschungszentrum Jülich das Kolloquium „Leo Brandt: Ingenieur - Wissenschaftsförderer - Visionär“. Eine Ausstellung zu Leben und Werk Brandts ist noch bis zum 23. Dezember im Forschungszentrum zu sehen.

Im Kolloquium wurde ein Porträt des umtriebigen Mannes gezeichnet, dessen Credo „Alle sollen besser leben“ eine maßgebliche Triebfeder für sein Engagement in Wissenschaft und Forschung war. „Leo Brandt war ein Visionär im besten Sinne, der mit Blick auf die technologische Anwendung zahlreiche grundlagenorientierte Forschungseinrichtungen, wie auch Jülich, gegründet hat. Auch heute noch ist die Grundlagenforschung für uns der unverzichtbare Schlüssel, der uns die Tür zu neuen Anwendungen öffnet“, sagte Dr. Sebastian Schmidt, der als Mitglied des Vorstands das Kolloquium eröffnete. Nach dem Grußwort von Dr. Michael Stückradt, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, der den Bogen von der Lebensleistung Brandts zu den heutigen forschungspolitischen Herausforderungen der Globalisierung schlug, folgten ein biographischer Überblick und Erläuterungen zu dem politischen Engagement von Leo Brandt in NRW und im Bund.

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In dem eindrucksvollen Vortrag von Prof. Karl Menten, Direktor des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, wurde Leo Brandts Entwicklung eines Radargerätes, das einen wichtigen Grundstein für die moderne Radartechnologie bildete, dargelegt. Den Abschluss der Vortragsreihe bildete der Vortrag von Dr. Ulrike Eich, Leiterin der Bibliothek der RWTH Aachen, zu der Rolle Leo Brandts als Mitorganisator der „Wissensgesellschaft“ und zugleich modernisierender Förderer des Bibliothekswesens.

An der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Leo Brandt und das heutige Wissenschaftsmanagement“, moderiert von Wissenschaftshistoriker Prof. Bernd-A. Rusinek, nahmen der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Krafft, Dr. Johannes Mertens als Mitglied des Aufsichtsrats sowie der Historiker und Medienexperte Dr. Jürgen Brautmeier teil.

Die Biographie Leo Brandts, sein Wirken in der Politik, seine Gründungen von Forschungseinrichtungen, seine Förderung von Wissenschaft und Wissen prägen auch die Struktur der begleitenden Ausstellung. Gezeigt werden Publikationen, Originaldokumente und Übersichten der von Leo Brandt mitgegründeten Einrichtungen; es sind auch O-Töne eines Interviews aus Anlass der Gründung des heutigen Forschungszentrums Jülich zu hören.

Die Ausstellung wird noch bis zum 23. Dezember in den Räumen der Zentralbibliothek gezeigt (montags bis freitags von 8 – 18 Uhr). Für interessierte Besucher werden auch Führungen angeboten


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