Katholische Laienräte verleihen Umweltpreis

Kirchenkreis Jülich: Preis fürs Klimakonzept
Von tee [16.12.2008, 08.29 Uhr]

Traditionell widmet sich die Evangelische Kirche im Kirchenkreis Jülich bei der Herbstsynode den Finanzen – passend dazu gab es den mit Geld verbundenen „umweltpreis 2008“ des Dözesanrates und der regionalen Katholikenräte des Bistums Aachen.

Übergabe des Umweltpreises der katholischen Laienräte im Bistum Aachen durch Renate Müller an den Superintendenten des Kirchenkreises Jülich, Jens Sannig.

Übergabe des Umweltpreises der katholischen Laienräte im Bistum Aachen durch Renate Müller an den Superintendenten des Kirchenkreises Jülich, Jens Sannig.

Beispielhaft finden die Laienräte im Bistum Aachen das umgesetzte Projekt „Klimaschutz im Kirchenkreis Jülich“. Schwer gefallen sei die Wahl der Preisträger, wie Festredner Thomas Müller, Vorsitzender der Regionalen Katholikenräte, erklärte. In diesem Jahr waren sie unter dem Aspekt „Energie geladen? Energisch engagieren!“ ausgewählt worden. Den dritten Platz errang der Kirchenkreis (250 Euro).

Bereits im Jahr 2000 hatte sich die Synode auf einen Naturstromrahmenvertrag in Verbindung mit der Errichtung von Photovoltaik im Kirchenkreis geeinigt. 2001 kam es zum Vertragsabschluss, und seither nutzt die Kirche selbst und bietet auch privaten Abnehmern aus den Gemeinden den Naturstrom mit Öko-Power-Label Gold an – die Energiegewinnung erfolgt zu 100 Prozent aus Wasser, Wind und Sonne – für einen fünf Jahre gültigen Festpreis an. Bereits in den ersten sechs Jahren vermerkte der Kirchenkreis eine Einsparung von 1300 Tonnen Kohlendioxyd (Co2).

Darüber hinaus existieren eine verbindliche Vorgabe bei der Anschaffung von Dienstfahrzeugen, deren Schadstoffausstoß auf 140 Milligramm pro Kilometer begrenzt ist, und Ausgleichzahlungen an Klimaschutz-Projekte, die bei Dienstflügen anfallen. „Obwohl Sie in die Verlegenheit wohl innerhalb des Kirchenkreises Jülich selten kommen werden“, schmunzelte Laudator Müller.

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Superintendent Jens Sannig bei der Herbstsynode 2008

Superintendent Jens Sannig bei der Herbstsynode 2008

Aber der Kirchenkreis Jülich will sich nicht nur selbst im Klimaschutz üben, sondern ihn auch den Gemeindemitgliedern näher bringen. Aus diesem Grund wurde beschlossen, das Umwelthandbuch zu aktualisieren und mit Handlungsanweisungen versehen.

Damit erfülle der Preisträger, wie Renate Müller vom Diözesanrat der Katholiken begründete, alle Kriterien der Jury: Nachhaltig- keit und Zukunftsfähigkeit.

Der Umweltpreis wird seit 2001 alle zwei Jahre verliehen.


Zu Beginn der Kreissynode in Aldenhoven stand die Ökumene im Mittelpunkt der Reden. Thomas Müller, Vorsitzender des Regionalen Katholikenrates, betonte im Grußwort die vielfältigen Anknüpfungspunkte der „Schwesterkirchen“. In Strukturdebatten, wie sie an diesem Tag für die evangelische Kirche im Kirchenkreis Jülich (EKiR) anstünden, befänden sich die Katholiken auch.

Bis 2030 wird im EKiR die Zahl der Pfarrstellen vermutlich auf 800 sinken, derzeit sind es noch 1800. Im Sommer 2009 soll daher ein erstes verbindliches und zukunftsweisendes Rahmenkonzept beschlossen werden. Vor diesem Hintergrund wünscht Müller der Synode zukunftsweisende Beschlüsse.

Im Bistum Aachen gemeinsam auf gutem Weg sieht auch Superintendent Jens Sannig evangelische und katholische Christen. Ausdruck finde diese unter anderem im Vorbereitungs- kreis für den ökumenischen Kirchentag 2010 in München, den Diözesanrätin Renate Müller ins Gespräch brachte.


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