Kino im Kuba: Der Baader Meinhof Komplex

Zweimal in Jülich auf Spurensuche nach der RAF
Von Redaktion [17.11.2008, 20.58 Uhr]

Radikal in ihren Ansichten war die Rote Armee Fraktion und darum umso umstrittener ist die Umsetzung durch Bernd Eichinger. Der Film „Der Baader Meinhof Komplex“, der am Montag, 17., und Dienstag, 18. November, jeweils um 20 Uhr im Jülicher Kulturbahnhof gezeigt wird, geht jetzt sogar auf Bestreben der Witwe des Opfers Jürgen Ponto vor Gericht.

Die Geschichte ist jüngste Vergangenheit: Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: Die nordamerikanische Politik in Vietnam, dem Nahen Osten und der Dritten Welt, unterstützt von den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie.

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Baader, Meinhof und Ensslin gründen die Rote-Armee-Fraktion und erklären der Bundesrepublik Deutschland den Krieg. Die Brutalität ihrer Terrorkampagnen eskaliert. Es gibt Tote und Verletzte. Der Mann, der ihre Taten zwar nicht billigt, aber dennoch versucht zu verstehen, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamtes Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

Constantin Film bringt Stefan Austs Standardwerk über den RAF Terrorismus DER BAADER-MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel ("Letzte Ausfahrt Brooklyn", "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten.


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