Online-Projekt zum Jahr der Mathematik:

Junge Sternenforscher präsentieren in Jülich ihre Ergebnisse
Von Redaktion [17.11.2008, 18.52 Uhr]

136 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich haben sich im Sommer am Online-Projekt „Der Supercomputer als Teleskop - die Sternenbewegung im Zeitraffer“ beteiligt. In dem vom Forschungszentrum Jülich organisierten Projekt im Rahmen des Jahrs der Mathematik simulierten sie die Bewegungen von mehr als 100 000 Sternen. Nun präsentierten 35 Oberstufenschüler im Forschungszentrum Jülich die Ergebnisse ihres Projektes.

Die Schülerinnen und Schüler aus 22 Schulen, unter anderem aus Salzburg, Osnabrück, Willich, Duisburg, Berlin, Brettern und Jülich, haben sich sechs Wochen lang die Sterne vom Himmel nach Hause geholt, um deren Wechselwirkungen untereinander und damit ihre Bewegungen zu berechnen. In dieser Zeit wurden mit Taschenrechner und PC 60.000.000.000.000 (60 Billionen) Wechselwirkungen berechnet. Dabei simulierten die Jugendlichen die Arbeitsweise des Supercomputers JUGENE im Forschungszentrum Jülich, einem der schnellsten Rechner der Welt.

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Das Prinzip moderner Höchstleistungsrechner ist das parallele Rechnen: Große Rechenaufgaben werden in viele Teilaufgaben zerlegt und die Ergebnisse nachher zusammengefügt. Nach diesem Prinzip berechneten die Schülergruppen in dem Online-Projekt auf ihren Computern Teilaufgaben, die die Grundlage für weitere Berechnungen anderer Teilnehmer lieferten. Über das Internet wurden die Aufgabenpakete verteilt und die Ergebnisse zusammengefügt. Die Schüler haben auf diese Weise die Bildung und Entwicklung einer Spiralgalaxie simuliert. Die Ergebnisse der gesamten Simulation sind im Internet unter http://jdm.fz-juelich.de/ in einer Animation und einem Video mit vielen Statistiken veröffentlicht.

Zum Abschluss des Projekts trafen sich nun die Schülerinnen und Schüler im Jülicher Supercomputing Centre. Dort durften sie dem Superrechner JUGENE bei der Arbeit „über die Schulter“ schauen. Ein Highlight war dabei die Präsentation der dreidimensionalen Visualisierung ihrer berechneten Ergebnisse auf der Großbildleinwand. Nachdem die Jugendlichen auch andere Jülicher Forschungsprojekte besucht hatten, trafen sie sich mit dem Physik-Nobelpreisträger Professor Peter Grünberg, der ihnen attraktive Preise, wie zum Beispiel Gutscheine für einwöchige Forschungspraktika im Forschungszentrum Jülich, überreichte.

Simulationen und Ergebnis
http://jdm.fz-juelich.de/

Jahr der Mathematik
http://www.jahr-der-mathematik.de/


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