Auftakt zum Alumni-Netzwerk

Forschungszentrum Jülich ehrte seinen Nachwuchs
Von Redaktion [08.10.2008, 09.17 Uhr]

Diskussionsrunde mit Jülicher Alumni; rechts im Bild Vorstandsmitglied Dr. Sebastian Schmidt

Diskussionsrunde mit Jülicher Alumni; rechts im Bild Vorstandsmitglied Dr. Sebastian Schmidt

Mit einer Feierstunde ehrte das Forschungszentrum Jülich erstmals in seiner Geschichte offiziell seine Doktorandinnen und Doktoranden. In Gegenwart des Staatssekretärs bei der Bundesforschungsministerin, Thomas Rachel, erhielten sie als Zeichen der Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen eine Urkunde aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden Prof. Achim Bachem.

Zu der Feierstunde waren etliche Absolventen vergangener Jahre der Einladung gefolgt, den Kontakt zum Forschungszentrum aufzufrischen.

„Jedes Jahr schließen über 100 junge Menschen in Jülich ihre Doktorarbeit ab und promovieren an einer unserer Partnerhochschulen. Unsere Doktorandinnen und Doktoranden sind mit ihrem Engagement und ihren Ideen unverzichtbar für das Forschungszentrum. Mit dieser Feierstunde wollen wir ihnen unsere Wertschätzung und unseren Dank zum Ausdruck bringen. Zugleich wollen wir damit aber auch das Wir-Gefühl auf dem Campus stärken“, sagte Bachem in der Feierstunde, zu der alle Mitglieder des Vorstandes sowie zahlreiche Institutsleiter des Forschungszentrums Jülich erschienen waren, um die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ehren.

Der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Ernst Schmachtenberg, begrüßte in seiner Rede das Engagement des Forschungszentrums und verwies dabei auf die Bedeutung der Ehemaligen. Der enge Kontakt mit ihnen bringe allen Beteiligten Vorteile: der Wissenschaft, dem Nachwuchs und den Ehemaligen. Deswegen sei es wichtig, mit ihnen auch langfristig in Verbindung zu bleiben.

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Gruppenbild mit ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden

Gruppenbild mit ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden

Zu der einstündigen Feier unter dem Motto „JuDocs – Karriere made in Jülich“, die von dem Wissenschaftsjournalisten Andreas Lange moderiert wurde, waren auch zahlreiche ehemalige Absolventen des Forschungszentrums gekommen. Drei davon berichteten in einer Talkrunde über ihre Erfahrungen in Jülich und die Auswirkungen auf ihre weitere berufliche Karriere. Die hervorragende apparative Ausstattung und das exzellente wissenschaftliche Umfeld wurden dabei immer wieder gelobt, vor allem aber die ausgezeichnete Betreuung und der klar gesteckte Zeitrahmen von drei Jahren für eine Promotion. „Wäre ich nicht in Jülich gewesen, hätte ich womöglich bis heute keinen Satz zu Papier gebracht“, sagte Dr. Herwig Schiefer, inzwischen Projektleiter in der Entwicklung von Medizinprodukten bei W.C. Heraeus in Hanau.

„Wenn man sagt, dass man seine Doktorarbeit in Jülich gemacht hat, wird das immer mit besonderer Anerkennung belohnt, nicht erst seit Prof. Grünberg den Nobelpreis erhielt“, so Dr. Stephanie Bauer, heute Referentin im Kabinett- und Parlament-Referat des Bundeskanzleramtes. Prof. Matthias Wuttig, Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der RWTH Aachen, lobte die gute Betreuung und die Möglichkeit zum Austausch mit exzellenten Wissenschaftlern, die er während seines Doktorates in Jülich erlebte.

Dr. Sebastian Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums, reagierte erfreut auf das positive Feedback der Ehemaligen. „Dies ist erst der Beginn unserer Alumni-Arbeit, und ich freue mich, dass wir schon jetzt einen so guten Ruf haben. Darauf können und werden wir aufbauen. Mit dem heutigen Abend als Startschuss möchten wir in den kommenden Jahren ein Netzwerk installieren, von dem das Forschungszentrum, aber besonders auch unsere Ehemaligen profitieren“

„Durch verschiedene Aktivitäten wollen wir dafür sorgen, dass wir unsere Alumni auch nach ihrem Weggang aus Jülich weiter auf ihrem Karriereweg unterstützen können und die Bindung an Jülich erhalten bleibt“, sagte Dr. Bärbel Köster, die am Forschungszentrum Jülich das Alumni-Programm koordinieren wird.

Insgesamt erhielten 12 Doktorandinnen und 15 Doktoranden zum Abschluss ihrer Dissertation eine Urkunde: Sonja Altstetter, Gael Benay, Verena Engels, Manuel Werner Ettler, Romualdo Alejandro Ferreyra, Julia Frunzke, Florian Irrek, Natividad Jordan-Escalona, Thomas Kiefer, Denis Korolkov, Marc Krebsbach, Jana Kriegsmann, Bernd Kuhn, Samir Lounis, Jan Marienhagen, Anja Mataruga, Maraia Mayorova, Richard Poiré, Jens Roeckerath, Remzi can Samsun, Herwig Schiefer, Michael Stolz, Alexandra Stuke, Fatemeh Sadat Tabatabaei Panah, Iris von der Hocht, Verena Vorhold und Simone Vossel.

Im Rahmen der Feier erhielten auch die Leibfriedpreisträger ihre Urkunden.


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