Jülich: Namenstag und runder Geburtstag um St. Hildegardis
Von Marie-Christine Frank [25.09.2008, 08.50 Uhr]

In diesem Jahr standen in Jülich gleich zwei Ehrengäste beim Hildegardisfest im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Altenzentrum St. Hildegard feierte seinen Namenstag und die Caritaspflegestation ihr 30-jähriges Bestehen. Eröffnet wurden die Festlichkeiten in Jülich mit einem ökumenischen Wortgottesdienst, den die beiden Pfarrer Conny Keutmann und Thomas Kreßner leiteten.

Pfarrer Keutmann lobte die Arbeit der Caritas-Pflegestation: „30 Jahre Caritas-Pflegestation, das heißt auch 30 Jahre Pflege mit Herz und Verstand.“ Den Schwung brachte nicht nur Pfarrer Thomas Kreßner mit seiner Predigt in den Gottesdienst, sondern auch der Jugendchor „Soluna“, der viele Teilnehmer mit „Du bist das Licht das Welt“ zum Mitsingen anstiftete.

In der Predigt wies Pfarrer Kreßner auf die Wichtigkeit der Caritasarbeit in Jülich hin: „Ich bin Zeuge, wie die Caritas Schritt für Schritt die Bedingungen für kranke und behinderte Menschen liebevoll mitgestaltet hat.“ In den Fürbitten kamen die Bewohner des Altenzentrums schließlich auch selber zu Wort. Sie gedachten der Heiligen Hildegard von Bingen, der Patronin des Hauses und wiesen darauf hin, ihrem Vorbild zu folgen. Eine Bewohnerin rührte die anwesenden Menschen mit zittriger Stimme, aber dennoch voller Überzeugung: „Alt und jung, Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige teilen hier schöne und auch leidvolle Momente.“

Lothar Frank, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich e.V., schloss sich an und dankte in seiner Ansprache dem Chor und allen fleißigen Händen, die zu dem Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Er ehrte die Arbeit der Caritas-Pflegestationen, die mit nun mehr über 120 Mitarbeiter im Kreis Düren, „eine unschätzbare Leistung erbracht haben und auch immer noch bringen.“

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Nach dem offiziellen Teil gab es rund um St. Hildegardis viel zu erleben: So lud die erst im letzten Jahr eröffnete Caritas-Tagespflege zu einem „Tag der offenen Tür“, die Demenzberatung zum Theater und auch die Hospizberatung machte mit verschiedenen Angeboten. Besonderes Highlight war der Sinnegarten des Altenzentrums, der viele Menschen – und nicht nur ältere - zum verweilen und genießen einlud.

Fachbereichsleiter Rudolf Stellmach und Geschäftsführer Lothar Frank führten Jülichs Bürgermeister, Heinrich Stommel, gemeinsam mit seiner Frau und dem Vorsitzenden des Caritasverbandes, Wolfgang Rehfisch, persönlich durch die neu angelegte Gartenanlage.

Zum Unterhaltungsprogramm trugen zusätzlich die Trommler und der Singkreis des Hauses bei. Der Pfeifencorps Siersdorf, Kräuterfrau „Gerta“ und der „fröhliche Tanzkreis“ rundeten das bunte Programm an diesem Sonntag ab.

Helga Conzen, stellvertretende Ländrätin des Kreises Düren, wünschte dem Altenzentrum zum Schluss: „Weitere viele gute Jahre. Viele nette Menschen, die hier arbeiten und dass die Bewohnerinnen und Bewohner genauso wie die Menschen, die zu Hause gepflegt werden, glücklich sind, sich weiterhin ein Stück Heimat behalten können und hier im Altenzentrum St. Hildegard finden.“


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