Jülich: Graduierten-Seminar soll FH-Doktoranden voranbringen
Von ars [17.09.2008, 17.25 Uhr]

en Status der Promotionen an der FH Aachen soll das Graduierten-Seminar verbessern helfen, das auf einer Tagung mit Michael Schöning, Peter Grünberg, Doris Samm und Hans Meixner (v.l.n.r.) startete.

en Status der Promotionen an der FH Aachen soll das Graduierten-Seminar verbessern helfen, das auf einer Tagung mit Michael Schöning, Peter Grünberg, Doris Samm und Hans Meixner (v.l.n.r.) startete.

„Sind Promotionen an der FH Aachen möglich?“ Diese Frage beantwortete die Prorektorin für Forschung und Entwicklung, Prof. Dr. Doris Samm, in Jülich mit einem deutlichen „Ja!“, allerdings mit der Einschränkung „Aber mit Schwierigkeiten“. Dies liege insbesondere an dem unklaren Status der Doktoranden an den Fachhochschule. „Ein Umstand, der mehr als unbefriedigend ist und den wir gerne verbessern möchten.“

Um die Situation der FH-Doktoranden zu verbessern, ihre Vernetzung zu stärken und Richtlinien zur Qualitätssicherung der Promotionsarbeiten zu schaffen, initiierte die Prorektorin das Graduierten-Seminar, das im Januar startet. Die Auftaktveranstaltung unter Leitung von Prof. Dr. Michael Schöning fand gestern im Auditorium am Campus Jülich statt.

Denn tatsächlich forschen zurzeit über 30 Doktoranden in den FH-Laboren unter Betreuung der dortigen Kollegen für ihre Promotionsarbeiten. Diese werden in Kooperation mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen erstellt, von der RWTH Aachen und Forschungszentrum Jülich über die Philipps-Universität Marburg, TU und Humboldt-Universität Berlin bis zu Universiteit Hassel (Belgien), University College London (England), Üniversitesi Izmir (Türkei) und Universidade de Sao Paulo (Brasilien), wie sich auf der Auftaktveranstaltung zeigte.

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Die Graduierten-Tagung bietet somit ein hervorragendes Forum, um die eigenen Arbeiten in einem kurzen Vortrag vorzustellen und sich in einer „Postersession“ mit anderen Wissenschaftlern auszutauschen. Erfolgreiche Kollegen rundeten mit ihren Referaten das Seminar ab. So gaben sich gleich zwei ausgezeichnete Forscher die Ehre.

Prof. Dr. Hans Meixner, Träger des deutschen Zukunftspreises, widmete sich derweil Überlegungen „Vom Piezoeffekt zu einer neuen Generation vom Einspritzventilen“. Prof. Dr. Peter Grünberg erklärte zum Thema „Wie kommt man zu Innovation: einige Beispiele“, wie ihn der Drehsinn von Lianen im nepalesischen Dschungel zu physikalischen Überlegungen rund um das Phänomen „Chiralität“ angeregt haben. Dabei kam auch der GMR Effekt bei Sensoren für Festplattenlaufwerke zum Zuge, für dessen Entdeckung er mit dem Nobelpreis bedacht wurde.


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