Musikalische Reise ins All

Weltraum-Kindermusical der Jülicher Musikschule
Von tee [26.08.2008, 16.15 Uhr]

Live bei den Proben: Melani Becker verleiht dem Musical-Ensemble für „Leben im All“ den letzten Schliff

Live bei den Proben: Melani Becker verleiht dem Musical-Ensemble für „Leben im All“ den letzten Schliff

„Du bist gerade von der Bühne gefallen“ – Sternschnuppe 3, der normalerweise alles schnuppe ist, guckt verdutzt auf den Klebestreifen am Boden, neben dem sie steht. Während Chorleiterin Melani Becker das Musicalensemble und Orchester dirigiert, ist ihre linke und rechte Hand Andrea Rathmann damit beschäftigt, die Kinder zu positionieren. Das Musical „Leben im All“ der Musikschule bekommt den letzten Feinschliff. Die Premiere ist am Samstag, 6. September.

Alles beginnt damit, dass ein wissbegieriges Enkelkind seinen Opa fragt: „Wie kommen eigentlich die Sternbilder an den Himmel?“ Was darauf folgt, ist ein intergalaktisches Märchen, das die Zuschauer anderthalb Stunden mitnimmt auf die Reise zum rasanten Kometen XXL, der eitlen Frau Venus und Saturn Superstar, dem zu seinem Glück vor allem ein Ring fehlt. Das Musical hat alles, was eine gute Geschichte braucht: Fürs Herz kommt „Opa Galaxos“, der sein Verglühen zelebriert, für den Gruseleffekt sorgt das „Schwarze Loch“, das alle Planeten zu verschlingen droht, und Spaß verbreiten die jederzeit zu Unfug aufgelegten Sternschnuppen. Außerdem gibt es da noch eine magische Kristallkugel, die die Zukunft zeigt…

Keine leichte Aufgabe war es, die rund 70-köpfige Nachwuchs-Schauspielschar inklusive Musiker auf Spur zu bringen. Zuweilen scheint es, als hätte der hummelige Haufen vielleicht einmal zu oft den Titelsong „Im Himmel ist die Hölle los!“ geprobt und zum Motto auserkoren.

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Mit dem Sterntaler-Chor, der nicht im Bilde ist, wirken rund 70 Kinder und Jugendliche an der Aufführung "Leben im All" mit.

Mit dem Sterntaler-Chor, der nicht im Bilde ist, wirken rund 70 Kinder und Jugendliche an der Aufführung "Leben im All" mit.

Mit viel Spaß und Neckereien verkürzen sich die Sängerinnen und Sänger die Wartezeiten zwischen den Szenen, bis die Stimme der „Meisterin“ sie zur Ordnung ruft. „So viele Mitwirkende hatten wir noch nie“, erzählt Melani Becker. Wie schon bei früheren Musical-Projekten unterstützt nämlich außerdem der Sales-Kinderchor „Sterntaler“ die Produktion.

6 bis 16 Jahre alt sind die Akteure. Viele von ihnen stehen zum ersten Mal auf der Bühne. Mit Disziplin und Durchhaltevermögen haben die Kinder und Jugendlichen sich seit einem Jahr auf die vier Aufführungen vorbereitet. Dabei ist das Unternehmen Musical, das Melanie Becker bereits seit 16 Jahren für die Musikschule deutlich über die Unterrichtszeiten hinaus auf die Beine stellt, ein Familienunternehmen: Mütter schneidern Kostüme, Bühnenbilder werden gebaut, Beleuchter und Nebelmaschinen-Bediener rekrutieren sich aus der Elternschar. Klar kostet das auch Geld: Das wird vom Förderverein der Musikschule bereit gestellt. (tee)

Aufführungen „Leben im All“ jeweils Samstag und Sonntag, 6., 7., 13. und 14. September, jeweils um 16 Uhr
Im Jülicher Kulturbahnhof, Bahnhofstraße 13.
Karten-Vorverkauf im Musikstudio, Große Rurstraße 72a, in Jülich und vormittags in der Musikschule Jülich, Schirmerstraße 11; Kinder zahlen 2 Euro, Erwachsene 5 Euro.
Das Musical ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.


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