Aus dem Polizeibericht

Jülicher Land: Tiefflieger, Tierquäler und fatale Busmängel
Von Redaktion [20.08.2008, 12.50 Uhr]

Reichlich zu tun hatte die Polizei im Jülicher Land, wie dem Pressebericht zu entnehmen ist: Eklatante Mängel an einem Schulbus in Barmen wurden ebenso geahndet, wie in zwei Fällen Alkohol am Steuer und das rücksichtlose Verhalten jugendlicher Tierquäler im Jülicher Zoo.

Aus dem Verkehr gezogen haben Beamte des Jülicher Verkehrsdienstes in der zweiten Unterrichtswoche einen Schulbus vor dem Barmener Gymnasium. Bei einer gezielten Schulbuskontrollen war der 67-jährigen Busfahrer aufgefallen: Zu den gravierendsten Mängeln gehörte die hintere Doppeltür, die sich weder von innen noch von außen öffnen ließ. Zudem fehlten die vorgeschriebenen Hinweise auf Notausstiege und der Außenschutz im Drehgelenk des Busses wies einen Defekt auf. Fehlende Aufpolsterungen und scharfkantige Metallteile an Haltegriffen, sowie aus einem Sitz hervor ragende Schrauben und ein loses Sitzpolster stellten erhebliche Verletzungsrisiken dar. Dem Fahrer wurde die Beförderung von Schülern untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Bis zum Strafverfahren, das von der Polizei letzlich eingeleitet werden musste, „brachte“ es eine
alkoholisierte Autofahrerin aus Vettweis. Zuerst stoppten die Beamten die Frau auf der B57, kontrollierten sie und nahmen ihr den Führerschein ab, zwei Stunden später wurde sie auf der B56 erneut angehalten. Nach der zweiten Blutprobe stellte die Polizei gleich den Wagen sicher. Außerdem kam der Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis hinzu.

Deutlich „getankt“ hatte schon am frühen Morgen ein17-jähriger Leichtkraftfahrer, den ein Blumenbeet in Stetterich ausbremste: Mit 1,36 Promille flog er in einer 30-er Zone aus der Kurve. Zeugen hatten den „Tiefflieger“ beobachtet.

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Nach Feststellungen der Polizeibeamten überfuhr er den Gehweg, prallte gegen eine kleine Mauer und stürzte schließlich in die Rabatte. Der junge Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Der entstandene Sachschaden an seinem Kraftrad, der Vorgartenummauerung und an der Bepflanzung wird auf 2.500 Euro geschätzt.
Außerdem waren eine Blutprobe und anschließend der Führerschein fällig.

Stellen konnte die Polizei durch die Aufmerksamkeit einer Tierpflegerin des Jülicher Zoos am Mittwochnachmittag ein 13 und 17 Jahre altes Brüderpaar, das im Ziegengehege Tiere gequält hatte. Die 48 Jahre alte Zeugin hatte kurz vor Schließung des Parks gesehen, dass sich zwei Menschen im Ziegengehege aufhielten, obwohl es mit einem 120 cm hohen Eisengitterzaun umgeben ist. Sie sah, dass die beiden jungen Leute mit Stöcken auf mehrere Ziegen einschlugen. Als sie die Jungs aufforderte, damit aufzuhören, gaben sie Fersengeld.

Wenig später konnten Polizeibeamte allerdings den Älteren stellen und vorläufig festnehmen. Er hatte sich mittlerweile von seinem Bruder getrennt und befand sich bereits außerhalb des Parkgeländes. Der 13-Jährige blieb verschwunden.

Der 17-Jährige wurde auf der Polizeiwache Jülich in die Obhut seiner Mutter übergeben. Bei den jetzt angelaufenen Ermittlungen im Kriminalkommissariat wird auch geprüft, inwieweit die Tatverdächtigen für die vorausgegangenen Delikte in Frage kommen. Ende Juli war ein verendeter Storch im Zoo gefunden worden. Auch hier geht die Polizei von Fremdverschulden aus.


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