Grundstein am Maarplatz gelegt

Kapelle in Mersch nimmt Form an
Von jago [05.08.2008, 12.14 Uhr]

Brudermeister Wilhelm Plum schaut Pastor i.R. Hermann Frey beim Grundsteinlegen über die Schulter.

Brudermeister Wilhelm Plum schaut Pastor i.R. Hermann Frey beim Grundsteinlegen über die Schulter.

„Wie kommt es, dass in heutigen Zeiten, in denen anderswo Kirchen geschlossen werden, hier in Mersch mit Hilfe der Schützenbruderschaft eine neue Kapelle entsteht“, zitierte Brudermeister Wilhelm Plum den erfreut überraschten Ausspruch von Pastor i.R. Hermann Frey zur Begrüßung der zahlreichen Gäste, die der Einladung zur Grundsteinlegung der Sebastianuskapelle gefolgt waren.

Die Motivation, Brauchtum zu wahren, ein äußeres Zeichen des Glaubens zu setzen und der Dorfgemeinschaft einen Mittelpunkt zum gemeinsamen Verweilen anzubieten, lautete die Antwort des Brudermeisters.

Ebenso schilderte er in seiner Ansprache den Werdegang von der Idee zum Kapellenbau bis hin zum symbolischen Start der Arbeiten. Aus der Reihe der Laudatoren erklang einmütig ein großes Lob für das vorbildliche Engagement der Schützen und die Unterstützung durch teils sehr intensiv beteiligte Bürger.

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Stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia brachte „Anerkennung für den Mut, das Projekt anzugehen“ zum Ausdruck. „So etwas ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich“, betonte Landrätin Helga Contzen und bekräftigte die Grundwerte „Glaube, Sitte und Heimat“ der Schützen, die sie „heute moderner denn je“ einstufte und als „Orientierung in unserer Gesellschaft“ empfahl. Als begeisterter aktiver Schützenbruder äußerte sich Landtagsabgeordneter Josef Wirtz hoch erfreut über die „angenehme Atmosphäre“ bei den Merscher Freunden.

Bevor er den Segen sprach und den Grundstein legte, erklärte Pastor Frey auf seine unnachahmliche Art die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kapelle und rief die geschichtliche Bedeutung des Kapellenstandorts am Maarplatz in Erinnerung. Der war in früheren Zeiten der Mittelpunkt des Ortes und so solle die neue Kapelle auch ein „Ort der Erinnerung“ werden.

Die nach mehrjähriger Pause wiederbelebte St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Mersch macht mit dem Projekt eindrucksvoll darauf aufmerksam, wie erfolgreich sich gemeinsames Handeln innerhalb einer Dorfgemeinschaft gestalten kann.


Lesen Sie hierzu:
Merscher Bruderschaft legt Grundstein für Kapelle


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