Wissenschaftler des Forschungszentrums in Peking

Umweltforschung aus Jülich nach China exportiert
Von Redaktion [26.07.2008, 08.33 Uhr]

Die Errichtung des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms in China verändert die Ökosysteme am Yangtze wesentlich. Deutsche und chinesische Forscher verfolgen vor Ort die Veränderungen seit einigen Jahren. Während der Veranstaltungsreihe des Auswärtigen Amtes „Deutschland und China – gemeinsam in Bewegung“ in der chinesischen Metropole Chongqing wurden die gemeinsamen Forschungsgebiete vorgestellt: Ablagerung von Sedimenten und Schadstoffen, Beeinflussung der Gewässerqualität, Überlebensstrategien der Uferpflanzen, Gefahr von Hangrutschungen und Errichtung eines Frühwarnsystems sowie Auswirkungen des Stadtwachstums auf Atmosphäre und Trinkwasser. „Mit den ersten Ergebnissen rechnen wir im kommenden Jahr“, sagt Dr. Günter Subklew vom Forschungszentrum Jülich, der das „Yangtze-Projekt“ leitet und die Zusammenarbeit von mehr als 30 deutschen und chinesischen Forschungszentren, Universitäten und Behörden organisiert.

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Workshop „Advanced technologies of remote sensing and its application in understanding earth processes“ in Peking. Hier beschäftigten sie sich mit Tsunamis, Sturmfluten und Erbeben. Bei Naturkatastrophen dieses Ausmaßes kommt es darauf an, schnell die richtigen Entscheidungen auf Basis der relevanten Daten zu treffen. Deutsches Know-how ist bei der Datennahme weltweit gefragt. Forscher aus China und Deutschland haben nun beim gemeinsamen erörtert, wie man die Zusammenarbeit auf dem Gebiet weiter ausbauen kann.

Ziel könnte es sein, in China ein Frühwarn- und Koordinierungszentrum einzurichten. Aber nicht nur im akuten Notfall sind die Daten aus der Fernerkundung interessant. Sie können auch langfristige Hinweise auf Hangrutschen oder mögliche Stürmschäden geben. „Und mit den kontinuierlich erhobenen Daten ließen sich natürlich auch Projekte zur nachhaltigen Land-, Meeres-, und Küstennutzung steuern“, erklärt Dr. Günter Subklew vom Forschungszentrum Jülich. Um die entsprechenden wissenschaftlichen Aktivitäten zu koordinieren, soll Ende des Jahres ein chinesisch-deutscher Workshop stattfinden.

Pressemeldung des BMBF:
http://www.internationale-kooperation.de/de/nachricht10241.htm

Hintergrund: Reisebericht von Günter Subklew:
www.fz-juelich.de/portal/lw_resource/datapool/transfer/2008-07-09-Hintergrund_Subklew.pdf


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