Malerische Ferienspiele im Bonhoeffer-Haus

„Mundo Maya“ regierte in Jülich
Von Arne Schenk [16.07.2008, 08.49 Uhr]

„Die Götter schließen Frieden“, sangen die 70 Kinder begeistert mit ihren Betreuern und den beiden Leiterinnen Steffi Arndt und Almut Wolff in der Christus-Kirche während der Abschlussandacht der Ferienspiele der offenen Jugendeinrichtung Bonhoeffer-Haus (B.Haus). „Mundo Maya – Frieden im Reich der Maya“ lautete nämlich der Titel der Spiele.

Die Ahnen hatten es übertrieben und die Götter verärgert. Nun lag die Sonnenscheibe in vier Teile zerbrochen in die verschiedenen Winde zerstreut. Die Nachwuchs-Maya hatten es zur Aufgaben, die Teile bei der Luftgöttin in der Zitadelle, der Feuergöttin auf der Wiese hinter der Kirche, bei der Erdgöttin im Tropenhaus des Kölner Zoos und dem Wassergott am Wehr in der Rur zu besorgen und die Sonnenscheibe wieder zusammenzusetzen.

Um sich perfekt in die Rolle hineinzufinden, bemalten die „Kids“ ihre Ponchos, die zuvor von den 13- bis 18-jährigen Teamerinnen und den vier erwachsenen Begleiterinnen genäht worden waren, mit eigenen Motiven. Das passende Zuhause mit Maya-Tempel, Dschungel, Blumen und Schmetterlingen entstand im B.Haus aus Hunderten von Umzugkartons, Krepp-Papier, Moosgummi und einem Tarnnetz, alles Spenden von Firmen und Gönnern. Dann ging es mit Speeren und Schilden aus Bambus, Pappe und Moosgummi auf die Jagd nach dem verlorenen Schatz.

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Nach dem „wilden, wilden Westen“ und dem Märchen aus „1001 Nacht“ traf das Team um Steffi Arndt und Almut Wolff mit „Mundo Maya“ (Welt der Maya) erneut ins Herz der Kinder und Jugendlichen. 20 Teamer der evangelischen Einrichtung ließen sich zudem zu dieser sechstägigen Ferienaktivität motivieren. Allmorgendlich wurde als erstes das eigens umgedichtete Lied „Die Götter schließen Frieden“ angestimmt – Zeremonien seien sehr wichtig, betont Steffi Arndt.

Doch mit dem Wiederherstellen der Sonnenscheibe waren die jungen Maya noch lange nicht an ihrem Ziel angelangt. Von einer bösen Macht ergriffen stahlen einige der „Teamer-Maya“ das Heiligtum und mussten während einer Schnitzeljagd durch Jülich bis zum Wolffschen Haus verfolgt werden. Als Belohnung winkte abends ein reichhaltiges Buffet, das die Maya-Eltern zusammenstellten.

Bei der Abschlussandacht durchlief Pfarrerin Wiebke Waltersdorf noch einmal in Worten und Gedanken die Stationen der Spiele, ehe sie alle mit dem Lied „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein“ wieder in die reale Welt zurückschickte. Vergessen werden die Teilnehmer ihre tolle Zeit nicht so schnell. Daran erinnern die von Susanne Schlüter geschossenen Fotos mit ihrem zünftigen Outfit als Maya auf den selbstgebastelten Mini-Tempeln aus Ton als Fotohalter.


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