Indonesien: Der Duft, der in den Bäumen sitzt

Duftes Jülicher Forschungsprojekt
Von Redaktion [14.07.2008, 13.54 Uhr]

Er steckt in Körpercremes, Parfums oder traditioneller chinesischer Medizin: der orientalisch anmutende, süßlich riechende Duft des Adlerholzes. Weltweit steigt die Nachfrage der Parfum- und Duftindustrie nach Adlerholz, dessen Preis pro Kilo inzwischen bei 10 000 Dollar liegt.

Jülicher Wissenschaftler erforschen in einem jetzt bewilligten Projekt die Bedingungen für einen nachhaltigen, landwirtschaftlichen Anbau von Adlerholz in Indonesien.

Gewonnen wird das Holz von einer tropischen Baumart, die bei Pilzbefall als Abwehrreaktion ein weihrauchähnliches, duftendes Harz bildet, das das Holz durchtränkt. Durch den unkontrollierten Einschlag im Urwald hat sich die Baumart so dezimiert, dass sie inzwischen unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fällt.

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Waldbewirtschaftung könnte die Lage entspannen. Aber auf dem Weltmarkt wird bis jetzt vor allem das illegal geschlagene weil angeblich höherwertige Adlerholz nachgefragt. „Deshalb analysieren wir auch, ob landwirtschaftlich angebautes Adlerholz sich wirklich von dem sich unbeeinflusst im Urwald entwickelten Adlerholz unterscheidet“, sagt Dr. Claudio Cerboncini.

Homepage: Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre
www.fz-juelich.de/icg/icg-3/ICG_3_Phytosphaere/


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