Aus der Wirtschaft

Jülich: Celonic erhält Förderung für Krebsforschung
Von Redaktion [01.07.2008, 14.03 Uhr]

Bei der Preisübergabe: (v.l.) Thomas Rachel, Ute Steinbusch Celonic GmbH und Prof. Christian Wandrey

Bei der Preisübergabe: (v.l.) Thomas Rachel, Ute Steinbusch Celonic GmbH und Prof. Christian Wandrey

Das Jülicher Unternehmen Celonic, die erste unternehmerische Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich, wird künftig für ihre Arbeiten zur vorausschauenden Krebstherapie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Diese gute Nachricht überbrachte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Als einer von zehn Partnern im Verbundprojekt „Ein systembiologischer Ansatz zur prädiktiven Krebstherapie“ wird die Celonic GmbH tumorselektive Protein-Therapeutika entwickeln, herstellen und auf ihre Wirksamkeit prüfen.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Celonic GmbH besuchte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Dürener Bundestagsabgeordneter, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Josef Wirtz am Montag die Labore und Büros der Biotechnologie-Firma. Dabei hatte Staatssekretär Rachel auch den offiziellen Zuwendungsbescheid des Bundesforschungsministeriums über rund 280.000 Euro im Gepäck: „Ich gratuliere der Celonic GmbH zu ihrem zehnjährigen Bestehen und freue mich über den Erfolg dieses jungen und dynamischen Unternehmens. Hier kann man sehen, wie der Weg aus der Forschung in die Anwendung gelingt.“

Die Celonic GmbH hat in den vergangenen Jahren nicht nur mit einem Wirbelschichtreaktor, der Zellen zur Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen kultiviert, für Aufsehen gesorgt. Dieses Gerät gab 1998 den Ausschlag zur Gründung des Unternehmens. Mittlerweile hat sich die Celonic GmbH weiterentwickelt, vom reinen Gerätehersteller zum Anbieter der gesamten Prozessentwicklung und Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen. Die Kunden sind Wirkstoff-entwickelnde Pharma-und Biotechnologie-Unternehmen.

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Zur Unterstützung der hauseigenen Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten nimmt die Celonic GmbH an geeigneter Stelle und immer wieder mit Erfolg Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wahr. So hat das Unternehmen allein in diesem Jahr vom Bundesforschungsministerium die Zusage über insgesamt eine Million Euro an Fördermitteln erhalten. „Wir wollen durch unsere Biotechnologieprogramme diese Forschung als ein wichtiges Zukunftsfeld für Deutschland und zugleich den hier besonders erfolgreichen Mittelstand stärken. Mit Celonic können wir so auch ein Unternehmen aus dem Kreis Düren bei seiner Krebstherapieforschung zum Wohle für die Menschen unterstützen“, erklärte Thomas Rachel.

Neben dem jüngsten Erfolg bei der Fördermaßnahme FORSYS gilt das für BioChancePlus, ein Programm des Bundesforschungsministeriums speziell für kleine und mittelständische Unternehmen der Biotechnologie. Mit einem Antrag zur Steigerung der Zelldichte während der Produktion von Biopharmazeutika war die Celonic GmbH vor kurzem erfolgreich. Diese Biopharmazeutika werden hauptsächlich in Säugetierzellen – nicht im lebenden Tier, sondern in Zellkultur – hergestellt, dem Spezialgebiet der Celonic GmbH. „Das Projekt, das wir gemeinsam mit der Universität Bielefeld beantragt haben, hilft uns enorm, unsere Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer zu sichern“, erklärt Geschäftsführer Dr. Andreas Herrmann.

www.celonic.com


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