Workshop „EnFI 2008“
Lotus-Effekt und mehr am Jülicher Solarcampus
Von ars [16.06.2008, 09.04 Uhr]
![]() Die "Köpfe" der Veranstaltung (v.l.) Prof. Patrick Wagner, Prof. Michael J. Schöning, Prof. Theodor Doll und Dr. Bernd Kraus |
Ob Korrosionsschutz bei Autos oder selbstreinigende Beschichtungen – funktionale Beschichtungen nehmen einen wichtigen Raum in der modernen Forschung ein. Am bekanntesten sei wohl der „Lotus-Effekt“, erklärt Prof. Dr. Michael J. Schöning vom Institut für Nano- und Biotechnologien der Fachhochschule Aachen am Campus Jülich.
So stellten die Life Sciences, Biotechnologie und Umwelt- und Sicherheitstechnik wichtige Zukunftsfelder mit der Fähigkeit dar, „in Kombination mit dem Geräte- und Mikrosystem-Know How das wirtschaftliche Potential Deutschlands und der Euregio-Region im globalen Dienstleistungs- und Technikmarkt auch zukünftig zu sichern“.
Ingenieurskunst und angewandten Wissenschaft arbeiten gemeinsam daran, Erfindungen zum Nutzen des Menschen technisch umzusetzen. „Wenn es aber um freie Oberflächen im Kontakt zu Umwelt, Chemie und Biologie geht, ist das verfügbare Wissen selten mehr als punktuell“, empfindet das Team um Prof. Schöning, Prof. Dr. Theodor Doll (Johannes Gutenberg Universitätz Mainz) und Prof. Dr. Patrick Wagner (Universiteit Hasselt). Zudem erschwerten unterschiedlichen Terminologien und Modelle es, das Wissen zwischen den verschiedenen Disziplinen zu verknüpfen.
![]() Junge Forscher nutzten den Workshop EFI, um ihre Forschungen zu präsentieren. |
So leitete das Trio den jüngst im Gerling-Pavillon am Jülicher Solarcampus abgehaltenen Workshop „EnFI 2008“ („Engineering of Functional Interfaces“), eine von der FH Aachen unter Federführung von Dr. Bernd Kraus organisierten Veranstaltung der Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM) im VDE/VDI (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik/Verein Deutscher Ingenieure). Der Workshop sollte jungen Wissenschaftlern und Ingenieuren aus Industrie und Forschung ein Forum bieten, um erste Ergebnisse zu präsentieren, die aus den verschiedenen Blickwinkeln von Engineering (Maschinenbau), Physik, Chemie und Biologie diskutiert wurden.
Vier Schwerpunkte, jeder von einem Experten begleitet, widmeten sich dieser Fragestellung: „Anorganische/organische Grenzflächen mit Dr. Dirk Mayer vom Institut für Bio- und Nanosysteme am Forschungszentrum Jülich, „Materialsysteme für kombinierte Sensorik/Aktorik“ mit Dr. Michael Tiemann vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Justus Liebig Universität Giessen, „Modellierung von Oberflächen und Sensorstrukturen“ mit Sylvia Wenmackers von Institut für Materialforschung an der Universiteit Hasselt sowie „Anwenderfragestellungen“ mit Dr. Uta Reich von der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover.
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