Endausbau beschlossen

Güstener verärgert über Bauausschuss
Von tee [07.06.2008, 09.09 Uhr]

Die Planungen zum Endausbau der Justinastraße und der Straße „An der Burgweide“ in Güsten waren bereits soweit abgeschlossen, als es Anfang Mai zur Bürgerinformation kam. Das ist der Vorwurf, den die Anwohner in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses den politischen Vertretern erhoben.

Die Planungen zum Endausbau der Justinastraße und der Straße „An der Burgweide“ in Güsten waren bereits soweit abgeschlossen, als es Anfang Mai zur Bürgerinformation kam. Das ist der Vorwurf, den die Anwohner in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses den politischen Vertretern erhoben. „Ich fühle mich in meinen Rechten als Bürger verletzt“, erklärte ein Sprecher.

Von einer Gemeinschaft, die für den Bürger da sein solle, erwarte er, dass die Bürger auch gefragt würden. Kritisiert wurde außerdem, dass erst zwei Tage vor der Ausschuss-Sitzung die anstehende Entscheidung bekannt geworden sei. Als zum Abschluss der Verwaltungsvortrags und der Diskussion der Vorsitzende Gussen die Anwohner nicht ausdrücklich zu Nachfragen aufgefordert hatte, machten diese ihrer Verärgerung Luft.

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Schulz erklärte, dass es übliche sei, dass die Verwaltung einen Planungs-Vorschlag erarbeite, es dazu eine Bürgerinformationsveranstaltung gebe, die dort angebrachten Änderungsvorschläge der Anwohner eingearbeitet würden und dann den politisch gewählten Volksvertretern zur Entscheidung vorgelegt würden. „Ein Verfahren, wie es seit Jahren – mit Erfolg möchte ich sagen – praktiziert wird“, schloss Martin Schulz.

Zufrieden waren die Güstener mit diesen Aussagen nicht. Sie halten das Bauvorhaben schlicht für überflüssig. Zumal die Kosten auch von den Anwohnern getragen werden müssen. Die Erschließungsbeträge liegen in der Justinastraße bei 16 Euro je Quadratmeter, „An der Burgweide“ liegt der Betrag bei 19 Euro je Quadratmeter.

Beschlossen wurde im Ausschuss, dass auf Anregung der Anwohner künftig die Zahl der Parkplätze auf sechs beschränkt wird, um einen Großteil der Grünfläche zu erhalten. Anwohnern haben angeboten, Pflege-Patenschaften zu übernehmen.

Abgelehnt wurde dagegen der Vorschlag, eine vollständige Teerdecke statt der – auch optischen – Abgrenzung von Verkehrs- und verkehrsberuhigte Flächen durch eine Schwarzdecke und Pflastersteine aufzubringen. Der erste Beigeordnete erläuterte dem Ausschuss, dass eine Teerdecke nicht den technischen Standards entspreche. „Nein, es ist nicht zu teuer, es ist auf die Zukunft ausgerichtet“, erklärte Schulz im Brustton der Überzeugung.


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