Projektarbeit des MGJ Grundkurs Kunst

Phantasietiere Afrikas bevölkern Jülicher Stadtbücherei
Von tee [21.05.2008, 17.06 Uhr]

Kunstschülerinnen des Mädchengymnasiums platzierten ihre Geschöpfe in der Jülicher Stadtbücherei.

Kunstschülerinnen des Mädchengymnasiums platzierten ihre Geschöpfe in der Jülicher Stadtbücherei.

Sie haben bunte Tupfen oder Streifen, lange Rüssel und Stelzenbeine – farbenfroh und kurios gebaut ist die Tierschar, die sich derzeit in der Jülicher Stadtbücherei tummelt. Gewachsen und gediehen ist sie unter den Händen des Grundkurses Kunst der Klasse 11 des Mädchengymnasiums Jülich (MGJ). Nicht nur zu ihrem eigenen Vergnügen oder dem ihrer Lehrerin Bettina Groos haben die Oberstufenschülerinnen die „afrikanischen Phantasietiere“ geschaffen. Ein reger Tierhandel soll nach den Wünschen der Mädchen entstehen.

Was sich animalisch zwischen den Büchern im Kulturhaus bis 16. Juni häuslich eingerichtet hat soll auf dem Schulfest am Samstag, 21. Juni, verkauft werden. Der Erlös kommt wieder einem Sozialprojekt des MGJ in Kenia zugute. Dorthin reist eine 15-köpfige Delegation aus 12 Schülerinnen und drei Lehrerinnen in den Sommerferien, um drei Wochen lang in einem Ausbildungszentrum für Mädchen zu arbeiten.

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MGJ-Schülerinnen mit der Groos-Produktion Afrikanischer Phantasietiere.

MGJ-Schülerinnen mit der Groos-Produktion Afrikanischer Phantasietiere.

Die Einrichtung gehört zu einem Waisenhaus bei Kimlea, das „in der Nähe der Kaffeeplantage von Tania Blixen liegt“, wie Bettina Groos schmunzelnd erzählt. Dort gibt es für Mädchen kaum Möglichkeiten zur Ausbildung geschweige denn eine Perspektive neben der Aussicht auf eine Stelle als Kaffee- oder Teepflückerin. Entwicklungsarbeit wird im durch die Faida-Foundation zur Aus- und Fortbildung von Mädchen und Frauen geleistet. Haushaltsfertigkeiten von Handarbeiten bis Kochen werden dort vermittelt, die den späteren Broterwerb ermöglichen.

Die Jülicher Mädchen und Lehrerinnen „exportieren“ ihr Wissen um eine Wachs-Batik-Technik nach Kenia, die ein weiteres Betätigungsfeld schaffen. Textilien, die in der dreiwöchigen Zeit entstehen, werden mit nach Deutschland zurückgebracht und durch den Kunstverein Jüllich verkauft. Der Grund: „Wir können hier natürlich viel höhere Beträge erlösen, als in Kenia.“

Wer sich bei der Vorabbesichtigung in der Jülicher Stadtbücherei durch eines der Phantasietiere besonders inspiriert fühlt, kann es für den guten Zweck im Mädchengymnasium am 21. Juni erwerben – und unter weiteren Exoten wählen, denn in allen Größen und Formen arbeiten Schülerinnen der 9. bis 11. Klassen derzeit an der Groos-Produktion.


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