Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ließ sich informieren

Besuch aus Berlin im Jülicher Forschungszentrum
Von Redaktion [14.05.2008, 18.34 Uhr]

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt informierte sich bei einem Besuch im Forschungszentrum Jülich über den neuesten Stand in der Hirnforschung. „Deutschland gehört zur Spitzenklasse der internationalen Gesundheitsforschung“, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die Jülicher Neurowissenschaftler stellten Ergebnisse und neue Horizonte in der Hirnforschung vor. Ministerin Schmidt sagte weiter: „Wer bereits heute Lösungen für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft von Morgen findet, der wird weltweit führend sein.“

In dem Gespräch mit den Hirnforschern ging es speziell um Verfahren zur Hirnstimulation, das geplante 9,4 Tesla MR-PET Gerät und das 1500-Gehirne-Projekt.„Unsere herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Hirnforschung werden wir im neuen Nationalen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) einbringen“, erklärte Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. „Das wird ein völlig neues Modell in der Forschung, in dem die gesamte Kompetenz der Region gebündelt wird und die Zusammenarbeit über die Grenzen der Forschungsorganisationen organisiert wird.“ Das DZNE wird wie Jülich Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft sein, der Standort des Kernzentrums wird in Bonn auf dem Venusberg errichtet.

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Bei der anschließenden Führung durch das Institut stellte Prof. Peter Tass neue Therapiemöglichkeiten für Patienten mit Parkinson oder Epilepsie mittels eines bedarfsgesteuerten „mitdenkenden“ Hirnschrittmachers vor. Prof. Jon Shah erläuterte die Fortschritte zur Installation des 9,4-Tesla-MR-PET-Systems, mit dem die Forscher zukünftig krankes Gewebe und Störungen im Stoffwechsel des Gehirns millimetergenau abbilden können. Über das 1500-Gehirne-Projekt, mit dessen Hilfe Jülicher Forscher untersuchen, wie „normale“ Hirnalterung aussieht, um diese Veränderungen von degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer unterscheiden zu können, sprach Prof. Katrin Amunts.

Allein 2007 verwendete das Forschungszentrum insgesamt rund 45 Millionen Euro für die Gesundheitsforschung. In den kommenden Jahren sollen rund 80 Prozent der Mittel im Bereich Gesundheitsforschung in die Demenzforschung fließen.


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