Malteser schulen Nachwuchs

Broicher Kindergartenkinder beim „Abenteuer helfen“
Von tee [10.04.2008, 10.38 Uhr]

Brigitte Mainz schult im Broicher "Purzelbaum" Vorschulkinder in Sachen Erster Hilfe

Brigitte Mainz schult im Broicher "Purzelbaum" Vorschulkinder in Sachen Erster Hilfe

„Mach das ab, der Verband juckt…“, beschwert sich Jana. Reichlich „Verletzte“ hatte Brigitte Mainz vom Malteser Hilfsdienst in der integrativen Kindertagesstätte „Purzelbaum“ zu versorgen. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie von Kathrin und Maike, Anna und Sara, Max und Felix, Maybrit und Anastasia, Jana (Breuer) und Jana (Schiffer) sowie Annika – elf Vorschulkinder stellten sich dem „Abenteuer helfen“.

Zum Erste-Hilfe-Programm für Kinder war die Jülicher Ausbilderin für zwei Vormittage nach Broich gekommen. Spielerisch führte sie die Fünf- bis Sechsjährigen an das Thema heran. „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ ist auch hier die Devise. So wird den Kindern altbekanntes zuerst bewusst gemacht: Der heiße Herd ist dabei ein Klassiker. „Du darfst nie was anfassen, wo ein Totenkopf drauf ist“. Mit den Händen in die Hüfte gestämmt erklärt Maike lautstark ihren Kindergartenkameraden, was sie gerade von Brigitte Mainz gelernt hat.

Vieles bringen die Kinder auch selbst mit, wie die erfahrene Malteserin berichtet. Als es um einen Ball in einem Schwimmbad als Gefahrenquelle geht, schlagen die kleinen Kursteilnehmer sofort die Brücke zu dem tödlich verunglückten Jungen in Würselen. „Dann verstehen die Kinder sofort, dass Schwimmflügel nicht uncool, sondern wichtig sind.“

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Übung macht den Rettungsmeister.

Übung macht den Rettungsmeister.

Die erste Erkenntnis der Kinder soll beim „Abenteuer helfen“ sein: „Ich bin nicht hilflos, auch, wenn ich noch ein klein bin.“ Darum wird auch der Notruf trainiert – und das Verbinden. Das übrigens, ist dieselbe Technik, die Erwachsene üben. Geschickt zeigen sich die Nachwuchs-Helfer und „verwandeln sich in kleine Mumien“, wie Brigitte Mainz angesichts der Mullbinden-umwickelten Kinder lachend amüsiert. Und ein Allheilmittel bekommen die Absolventen inklusive Lutscher und Urkunde auch mit auf den Weg: „Trösten – das hilft immer!“

Eingebunden ist dieser Erste-Hilfe-Kurs in das Projekt „Vom Kranksein und Gesundwerden“. Kennen gelernt haben die Vorschulkinder dabei bereits die Jülicher Zahnarztpraxis von Dr. Gisela Wenzel besucht. Zugucken war auch hier nicht angesagt: Im Gipsgebiss bohren und den Sauger mal richtig im Wasserglas zum Einsatz bringen gehörten zum Programm. Derart vorgebildet kann Roswitha Krebs kommen: Die Mundhygiene-Beraterin besucht die Kinder in der kommenden Woche im Auftrag des Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Düren.


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