Kinofilm am Montag

Eine Art "Dallas" im KuBa
Von Redaktion [10.04.2008, 08.07 Uhr]

Wer nach Öl bohrt erntet schon mal Feuer.

Wer nach Öl bohrt erntet schon mal Feuer.

„Eine Art ‚Dallas‘ für Intellektuelle“ nannte der Spiegel zur 58. Berlinale den Film „There Will Be Blood“ mit Daniel Day Lewis in der Hauptrolle. Er spielt einen skrupellosen Ölmagnaten, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer Farmerfamilie in betrügerischer Absicht ihr Land abtrotzen will. Zu sehen ist der Film-Epos im KuBa-Kino am Montag, 14. April.

Durch einen Tipp erfährt er von einem riesigen, nicht erschlossenen Ölfeld, das sich unter der Farm der Familie Sunday in der Kleinstadt Little Boston befindet. Wie immer will er den Farmern das Land billig abkaufen, das Öl fördern und weiterziehen. Doch dieses Ölfeld wird zu seinem Schicksal. Denn obwohl sie seinem Vorhaben erst zustimmen, stellen sich die Sundays Plainview im Laufe der Zeit immer mehr in den Weg, allen voran Sohn Eli (Paul Dano), der fanatische Laienprediger der Gemeinde.

Der Öl-Multi Standard Oil treibt Plainview in die Enge, Unglücksfälle überschatten die Bohrarbeiten. Schließlich sind es zwei Katastrophen in Plainviews eigener Familie, die den Einzelgänger selbst, seine engsten Mitstreiter und die ganze Stadt mehr und mehr in den Untergang treiben.

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Nachdem Ausnahmeregisseur Paul Thomas Anderson im Jahr 2000 mit "Magnolia" den Goldenen Bären gewonnen hat, war er mit seinem neuen Meisterwerk „There Will Be Blood“ erneut auf der Berlinale im Wettbewerb vertreten. Anderson präsentiert ein überwältigendes Epos über den Aufstieg und Fall eines Öl-Tycoons der Gründerzeit – basierend auf Upton Sinclairs Roman "Öl!" aus dem Jahre 1927.

Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis ("Gangs of New York") als obsessiver Unternehmer auf der einen und Shooting-Star Paul Dano ("Little Miss Sunshine") als machtbesessener Bibel-Fanatiker auf der anderen Seite liefern sich ein gnadenloses Duell, das sie immer tiefer in einen Strudel aus Neid und Missgunst, Hass und Rache, Tod und Verderben zieht. Vor der atemberaubenden Landschaft Kaliforniens zeichnet Anderson nach, wie aus den ureigensten Trieben des Menschen Zerstörung und Chaos erwächst.


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