TheaterStarter präsentierte Theater Handmühle
 & Erfreuliches TheatErfurt

Jülich: Abenteuerliches im „Reisebett“
Von tee [29.02.2008, 13.25 Uhr]

Glück hat, wer einen Zauberpullover besitzt.

Glück hat, wer einen Zauberpullover besitzt.

Da bekommt der Begriff „Reisebett“ doch eine ganz neue Bedeutung. Wie im lebendigen Kinderzimmer wird die Schlafstatt zum Raumschiff oder zum Segelboot und dient wandelbar auch als Mount Everest oder als Fahrstuhl in die Niederungen einer asiatische Kloake. Mit dem Theater Handmühle
 & Erfreuliches TheatErfurt machten sich die Kinder im Jülicher Kulturbahnhof auf „Die Reise zum Mittelpunkt der Welt“.

Mit viel Wortwitz und launiger Slapstick führten Ronald Mernitz als Professor Lindenbroock und Tilo Mülle als dessen Adlatus Arne Saggnusson durch die launige Paraodie auf Abenteuergeschichten. Natürlich tauchte auch die unvermeidliche Frage auf: „Kennen Sie Jule Verne?“ Im phantasievollen Spiel mit den kargen Requisiten begaben sich die Akteure in mitreißender Weise auf Augenhöhe zu ihrem Publikum.

Spiegelbildartig führten die vermeindlichen Kontrahenten den kleinen Gäste die zänkischen Spiele zwischen Freunden vor, wenn etwa Professor Lindenbroock den behäbigen Saggnusson mit seinem Leibesumfang aufzieht oder im umgekehrten Fall der Handlanger mit seiner lebensnah praktischen Art den Denker zum schwächeren Glied deklassiert.

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Durchaus nicht immer einer Meinung sind Professor Lindenbroock (l) und Arne Saggnusson bei der Reise zum Mittelpunkt der Welt.

Durchaus nicht immer einer Meinung sind Professor Lindenbroock (l) und Arne Saggnusson bei der Reise zum Mittelpunkt der Welt.

„Gesagt – getan“ ist in diesem Theaterstück das schauspielerische Prinzip: „Und dann landete ich…“ beginnt der Professor siegessicher seine Erzählung, um von Saggnusson schadenfroh ausgebremst zu werden: „…auf einer ganz kleinen Insel.“ Von dort kommt er natürlich nur mit Hilfe von Sagnusson wieder fort. Lindenbroock seinerseits nimmt Adlatus Arne den Wind aus den Segeln, der mit seinem Boot auf dem Stillen Ozean in eine herbeigeredete Flaute gerät. So wechselhaft ist das Glück, an dem sich das Publikum herrlich ergötzen konnte.

Ebenso an der ausgedachten Vita von Saggnusson, der jeweils zehn Jahre lang als Fremdenlegionär, Perlentaucher vor Malaysia, Matrose, Designer und einiges mehr Erfahrungen gesammelt hatte. „Der muss ja mindestens 100 Jahre alt sein“, staunte und zweifelte ein kleiner Theaterbesucher gleichzeitig an diesem beeindruckenden Lebenslauf.

Auf zweierlei Weise ist „Die Reise zum Mittelpunkt der Welt“ ein begeisternder Theaternachmittag für Kinder. „Was man mit so einem Stück Alufolie alles machen kann“ brachte der Professor zum Ausdruck und zauberte einen tongewaltigen Spiralnebel. Da gibt es zum Spaß für den „Konsumenten“ die Anregung zum Nachahmen gratis dazu.


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