Zusammensetzung folgt

Jülicher Presbyterium: Ausgezählt, aber nicht ausgewählt
Von tee [25.02.2008, 16.40 Uhr]

Die rund 450 Stimmzettel wurden vor der Auszählung von den Wahlhelfern sortiert.

Die rund 450 Stimmzettel wurden vor der Auszählung von den Wahlhelfern sortiert.

Spannend war es fast zwei Stunden lang am Sonntagabend, 24. Februar. Dann war die Wahl zum neuen Presbyterium des evangelischen Kirchenkreises Jülich ausgezählt. Zwölf aus einem Bewerberkreis von 15 Kandidaten waren hatten die rund 4600 stimmberechtigten Protestanten zu wählen.

Mit den meisten Stimmen ging der Arzt Dr. Hans-Dieter Schnabel (288) aus der Wahl hervor, es folgten der Jülicher Journalist Arne Schenk (265), Wolfgang Schlesener, Ministerialrat im Bundespresseamt aus Selgersdorf (259), Norbert Schuster (244), Chemiker aus Güsten, die Jülicher medizinisch-technische Assistentin Inge Krasser (242), Kaufmann im Gesundheitswesen Dirk Eickenhorst (237) aus Jülich, Dipl.Sozialarbeiterin Ursula Otto (231) aus Jülich, Energiegeräteelektronikerin Claudia Haunschild aus Jülich (218), Andreas Richter (217), Schaltwärter und Elektromonteur aus Jülich, Grundschullehrerin Ada Winkelbrandt (216) aus Stetternich, Krankenschwester Ulrike Meier (202) aus Selgersdorf, Dipl. Geophysikerin Annemarie Otto (191) aus Jülich stimmgleich mit der Güstener Grundschullehrerin Erika Pfeiffer (191), Gymnasiallehrer Achim Dodt (188) aus Selgersdorf sowie Fachinformatikerin Claudia Staemmler (174) aus Jülich.

Gebetsmühlenartig trug Pfarrer Thomas Kreßner flankiert von drei Zeugen die Namen der 15 Presbyterkandidaten vor, wie sie auf den rund 450 Stimmzetteln angekreuzt waren. Seit 9 Uhr morgens war das Wahllokal im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Jülich besetzt gewesen – unterbrochen lediglich durch den sonntäglichen Gottesdienst.

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In den kommenden vier Jahren wird das 15-köpfige Jülicher Presbyterium – dem als geborene Mitglieder Pfarrer Dr. Thomas Kreßner und Pfarrerin Karin Latour sowie Udo Gerdes als hauptberuflicher Mitarbeiter angehören – über die religiösen, verwaltungstechnischen, finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten der Gemeinde entscheiden. Zur Verfügung steht ihm aus Kirchensteuern nach Ausage von Pfarrer Kreßner ein Jahresetats von rund 2,3 Millionen Euro. Die Verteilung „nach oben“ – an die Landes- bzw. Bundessynode erfolgt über feste Umlagen. Das Presbyterium leitet gemeinsam mit den Pfarrern alle wesentlichen Belange der Gemeinde und trägt dafür die volle Verantwortung.

Das Gremium hat weitreichende Entscheidungsbefugnis: Personalentscheidungen etwa werden getroffen. Fest steht bereits, dass in zwei Jahren die Pfarrerstelle neu zu besetzen ist, da Dr. Kreßner in den Ruhestand geht. Außerdem hat das Presbyterium die Dienst- und Personalaufsicht. Es entscheidet über alle Einrichtungen der Kirchengemeinde und die Verwendung der Kirchensteuer.

Monatlich tritt das Jülicher Presbyterium zu einer vierstündigen Sitzung zusammen. Entscheidungen fallen außerdem in den sieben Ausschüsse, die mit fünf bis sieben Personen besetzt sind. Aus ihren Mitgliedern bestimmen die Jülicher Delegierte für die Kreissynode, die ihrerseits Mitglieder zur Landessynode entsendet. Zuletzt waren zwei Jülicher Presbyter in der Landessynode vertreten.

Über die genaue Zusammensetzung des Presbyteriums informiert die evangelische Kirche noch ihre Kandidaten per Brief und veröffentlicht die Ergebnisse außerdem im Internet unter www.ekir.de/juelich.


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