Nobelpreis-Thema zum Anfassen

Jülicher GMR-Exponat im NanoTruck unterwegs
Von Redaktion [19.02.2008, 12.23 Uhr]

Ab heutigen Dienstag ist ein Exponat über den GMR-Effekt, für dessen Entdeckung der Physiker Peter A. Grünberg vom Forschungszentrum Jülich im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Physik erhielt, in einer mobilen Nanotechnologie-Ausstellung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu sehen. Der so genannte „NanoTruck“ besucht unter anderem Veranstaltungen an Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Durch den GMR-Effekt konnte die Speicherdichte von Festplatten enorm gesteigert werden. An der Entwicklung des Exponats, das das quantenphysikalische Phänomen auch für Laien im Wortsinne „begreifbar“ macht, waren Grünberg und ein Jülicher Team maßgeblich beteiligt.

„Die Ausstellung soll über die wissenschaftliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Nanotechnologie aufklären und den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern", so Grünberg. Er freut sich darüber, dass seine Arbeit in diesem Rahmen dazu beitragen kann. An der Konzeption des Exponats hat der Nobelpreisträger selbst mitgewirkt. Der Besucher kann eigenhändig, aber computerunterstützt ein Magnetfeld mit einem empfindlichen GMR-Sensor ausmessen. Ein weiteres Exponat über den GMR-Effekt ist bereits seit Dezember 2006 im Deutschen Museum in München zu sehen.

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Der Riesenmagnetowiderstands- oder kurz GMR-Effekt (englisch: Giant Magnetoresistance) findet sich heute in über 90 Prozent der produzierten Festplatten. Er dient zum präzisen Auslesen von Daten. Diese sind auf engstem Raum in winzigen Bereichen unterschiedlicher Magnetisierung gespeichert. Ein Sensor, der den GMR-Effekt nutzt, registriert diese Unterschiede als große messbare Änderung und arbeitet daher hochempfindlich.

Seit Januar 2004 schickt das BMBF den NanoTruck auf seine Reise durch Deutschland. Das Ausstellungsfahrzeug präsentiert einem breiten Publikum die komplexe und faszinierende Welt der Nanotechnologie. Die neu konzipierte Kampagne setzt ergänzend zur Vermittlung von Basiswissen in der Bevölkerung auf die Vertiefung vorhandener Kenntnisse über die Nanotechnologie insbesondere bei Schülern, angehenden Studenten, Lehrkräften sowie klein- und mittelständischen Unternehmen.


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