Aus dem Polizeiberich

Ausgebremst und eingesperrt in Jülich
Von Redaktion [13.02.2008, 07.19 Uhr]

Weil er nach eigenen Angaben einem Radfahrer ausweichen musste, prallte am Montagmorgen ein Auto-Fahrer in Jülich laut Polizeibericht gegen eine Laterne. Die Nerven angesichts ungewohnter nächtlicher Geräusche behielt ein Hausmeister, der einen Eindringling geistesgegenwärtig im Keller einsperrte. Geistesgegenwart half einem Autofahrer nicht mehr, als ein Wagen vom Seitenstreifen plötzlich wieder auf die Straße fuhr. Es kam zum Unfall. Der Verursacher allerdings setzte seine Fahrt unbeieindruckt fort.

Auf einem unbeleuchteten Mountainbike, so erklärte der 60-jährige Jülicher kam ihm um 6 Uhr früh auf der Eleonorenstraße in Richtung Margaretenstraße in Höhe des Hauses Nr. 7 ein Radler entgegen, der ihn vom Weg abbrachte. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, sei er mit seinem Wagen nach rechts auf den Bürgersteig ausfgewichen und dort gegen den Mast einer Straßenlaterne gefahren. Der dunkel gekleidete Zweiradfahrer setzte offenbar seine Fahrt fort, ohne den Unfall zu beachten.

Durch den Aufprall wurde die Lampe aus dem Boden gerissen. Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Jülich musste aktiviert werden, um die freiliegenden Stromkabel und die entstandene Gefahrenquelle abzusichern. Der Sachschaden liegt bei 3500 Euro.

Sachdienliche Hinweise zu dem geflüchteten Fahrradfahrer werden an die Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 0 24 21/949-2425 erbeten.

Bilderbuchmäßig reagierte ein 67 Jahre alter Hausmeister, der in der Nacht zu Dienstag durch eine 53-jährige Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses auf verdächtige Geräusche im Keller aufmerksam gemacht wurde.

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Eigentlich wollte die alte Dame nur ihre Katzen raus lassen, als sie ungebetenene Gäste im Keller hörte. Der Hausmeister reagierte geistesgegenwärtig, verschloss die Ausgangstür des Kellers und verständigte die Polizei. Die eingesetzten Ordnungshüter fanden dort einen alkoholisierten Mann, der vorgab, sich im Haus verirrt zu haben. Er wolle zu seiner Exfrau.

Wenig glaubwürdig angesichts dreier aufgebrochener Kellerverschläge. Eventuelle Mittäter hatten sich vermutlich über ein geöffnetes Fenster bereits vor Eintreffen der Polizei entfernt.

Da der Tatverdächtige, ein 43 Jahre alter aus Mann aus Jülich, sich nicht ausweisen konnte, wurde er zunächst vorläufig festgenommen und der Polizeiwache Jülich zugeführt, wo ihm eine Blutprobe entnommen und eine Strafanzeige gegen ihn gefertigt wurde. Nach erfolgter Personalienfeststellung und Vernehmung durch das Kriminalkommissariat wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Nach einem flüchtigem Unfallbeteiligten fahndet seit Samstagnachmittag die Polizei. Der Fahrer eines silberfarbenen Fords neueren Modells – der Serien Focus oder Ford – war gegen 16.05 Uhr kurz hinter der Hasenfelder Kreuzung in Richtung Ostumgehung unterwegs, als er die Warnblinkanlage einschaltete und auf den Seitenstreifen fuhr. Der nachfolgende Autofahrer wollte an dem vermeindlich haltenden Fahrzeug vorbeifahren, als dieses plötzlich wieder vor ihm ausscherte. Er musste so stark bremsen, dass im nachfolgenden Auto eine 45 Jahre Linnicherin ebenfalls nicht mehr zum Stehen kam und auffuhr. Beide Wagen wurden erheblich beschädigt.

Der Fahrer des Ford mit Dürener Ortskennung, der als ältere Mann mit Halbglatze und graufarbenem Haarkranz sowie Brillenträger beschrieben wird, setzte seine Fahrt anschließend in Richtung Jülich fort, ohne sich um den durch sein Verhalten mit verursachten Unfall zu kümmern.

Sachdienliche Hinweise werden an die Polizeiwache Jülich unter der Telefonnummer 02461-6270 erbeten.


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