Erste Tagespflege für U3-Kinder

Jülich: „Hand in Hand“ für Generationen und Sprachkompetenz
Von tee [21.01.2008, 15.10 Uhr]

Ein Bad in der Kindermenge nehmen (v.r.n.l.) bei der Vorstellung des Familienzentrums „Hand in Hand“ Katarina Esser (Stadt Jülich), Gerda Hucko (KiTa Sonnenschein) und Britta Eberhardt (KiTa Rappelkiste)

Ein Bad in der Kindermenge nehmen (v.r.n.l.) bei der Vorstellung des Familienzentrums „Hand in Hand“ Katarina Esser (Stadt Jülich), Gerda Hucko (KiTa Sonnenschein) und Britta Eberhardt (KiTa Rappelkiste)

Aller guten Dinge sind in Jülich sprichwörtlich drei: Die städtischen Kindertageseinrichtungen Sonnenschein am Buchenweg und Rappelkiste in Lich-Steinstraß starten „Hand in Hand“ als gleichnamiges Familienzentrum. Damit ist nach der KiTa „Strolche“ und der Koslar-Barmener Kooperation ein Trio komplett und ein Schritt in Richtung NRW-Landeswünsche getan – dieses Bundesland zum kinder- und familienfreundlichsten in Deutschland zu machen.

Dabei geht es Gerda Hucko und Britta Eberhardt aber weniger um Politik als um praktische Familienarbeit. Als Partner der Eltern in Fragen der Betreuung, der Erziehung und in Notlagen sowie als Ort der Familienbildung versteht sich das organisatorische Doppelpack. Die Arbeit mit und Vermittlung zwischen den Generationen ist ein Anliegen. Konkret umgesetzt werden die Ziele durch ein vielfältiges Programm, das mit dem Start des neuen Kindergartenjahres geplant und nun vorgestellt wurde.

So sind Kontakte mit Senioren geknüpft worden, um eine Leih-Großeltern-Vermittlung zu initiieren. Familienanschluss sollen darin Zugezogene mit Kindern finden, die ohne soziales Netz auskommen müssen. Aus der gleichen Idee sind Tagesmütter- und Babysittervermittlungen gewachsen. Babysitter sollen darüber hinaus – ganz gleich ob Jugendliche oder Senioren – eine Schulung im Familienzentrum erhalten können. Alleinerziehenden wird nicht nur eine Möglichkeit zum regelmäßigen Treff und Austausch geboten, sondern auch erstmals im Nordkreis die Möglichkeit zu einer Tagespflege für unter Dreijährige. „Wir wollen eine Netz spannen“, so Britta Eberhardt von der „Rappelkiste, „und die Angebote der Institutionen verknüpfen“.

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Ein weitere Schwerpunkt ist die Sprachförderung, die im Buchenweg bereits seit vier Jahren angeboten und durch öffentliche Mittel gefördert wird. Zusätzlich nähern sich russische und deutsche Kinder und Eltern spielerisch Sprachproblemen: „Griffbereit“ heißt die Unter-Dreijährigen-Gruppe, die sich in Zusammenarbeit mit der Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA) und katholischem Forum im Buchenweg trifft und zweisprachig von einer russischen und einer deutschen Erzieherin betreut wird. Sie trifft sich freitags von 9.30 bis 11 Uhr. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Darüber hinaus wird alles geboten, was zum gemeinsamen Familien-Kind-Programm gehören kann – vom Flohmarkt über Ausflüge, Sport, Spaß und Spiel.

Wichtig ist, dass das Familienzentrum „Hand in Hand“ zwar in die Kindertagesstätten eingebunden ist, aber alle Familien im Umfeld ansprechen möchte. Im Umkreis von 1,5 Kilometern rund um „Rappelkiste“ und „Sonnenschein“ sollen die Menschen erreicht werden und dort ohne Hemmungen vor offiziellen Ämtern ihre Anlaufstellen und Ansprechpartner finden. „Wenn es keine Hemmnisse gibt, dann funktioniert ein Familienzentrum“, ist Katarina Esser, Amtsleiterin für Sozialplanung überzeugt. Mittels Fragebögen werden noch im Januar gezielt die Bedürfnisse der Eltern abgefragt. Bis zur Zertifizierung ist allerdings noch ein langer Weg, der im Grund nie endet. Denn: Alle drei Jahre aufs Neue muss ein Familienzentrum seine Qualität der Prüfung von einer externen Agentur prüfen lassen, um das Gütesiegel zu bekommen.

Interessierte am Angebot des Familienzentrums sowie der Gruppe „Griffbereit“ können sich an Britta Eberhardt, Kita Rappelkiste, unter der Nummer 02461-58374 oder Gerda Hucko, KiTa Sonnenschein, unter Ruf 02461-8953 wenden, sowie durch eMail unter kita-sonnenschein-juelich@web.de Kontakt aufnehmen.


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