Neujahrsempfang auf dem Campus

FH in Jülich startet in helle Tage
Von Arne Schenk [21.01.2008, 15.03 Uhr]

Mit viel geistigem Gehalt präsentierte sich am Freitag, 18. Januar, der Rundling auf der Jülicher Campus: Die Fachhochschule in Jülich hatte zum Neujahrsempfang gebeten und neben Studenten und Dozenten gehörten auch FZJ-Vorstand und Hochschulrat Prof. Achim Bachem und Rektor Prof. Manfred Schulte-Zurhausen zu den Gästen bzw. Rednern.

Viel Neues hatten Prof. Angelika Merschenz-Quack und Prof. Manfred Schulte-Zurhausen beim Jahresempfang zu berichten, musikalisch unterstützt von Virginia Lisken (rechts).

Viel Neues hatten Prof. Angelika Merschenz-Quack und Prof. Manfred Schulte-Zurhausen beim Jahresempfang zu berichten, musikalisch unterstützt von Virginia Lisken (rechts).

Der halbe Hochschulrat gab sich die Ehre auf dem Jahresempfang am Campus Jülich der Fachhochschule Aachen, darunter der Vorsitzende Prof. Achim Bachem, gleichsam Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums. Die Aufgaben des Gremiums sind es unter anderem, die Hochschule in ihrer strategischen Entwicklung zu beraten sowie die Fachaufsicht und die Aufgaben der obersten Dienstbehörde wahrzunehmen, erklärte FH-Rektor Prof. Manfred Schulte-Zurhausen.

Denn die FH ist laut Hochschulfreiheitsgesetz keine staatliche Einrichtung mehr und steht damit auch nicht mehr unter der Fachaufsicht des Landes. Um einen erfolgreichen Schritt in die Selbstständigkeit zu unternehmen, hat die FH ein kompetentes Team aus Forschung, Lehre, Wirtschaft und Marketing bestellt.

Doch auch andere wichtige Veränderungen haben sich während des abgelaufenen Jahres ergeben. So wurde der eine große Fachbereich „Angewandte Naturwissenschaften und Technik“ am Standort Jülich in drei kleinere unterteilt: Fachbereich 3 Chemie und Biotechnologie mit Dekan Prof. Marcus Baumann, Fachbereich 9 Medizintechnik und Technomathematik mit Dekan Prof. Volker Sander sowie Fachbereich 10 Energietechnik mit Dekan Prof. Burghard Müller.

Annähernd 70 Professoren und über 1000 Studenten seien nicht mehr möglich, von einer Hand zu koordinieren, betonte Prof. Schulte-Zurhausen. Prof. Angelika Merschenz-Quack erhält nunmehr die Position der Sprecherin des Campus Jülich, die diesen und die FH Aachen auch weiterhin in der Region Jülich vertritt. Zudem koordiniert sie drei Fachbereiche.

Die Einführung der Studiengebühren thematisierte der Hochschulrektor ebenfalls. Dennoch stieg die Zahl der Studienanfänger von 1549 im Jahr 2006 auf 1912, ein Viertel davon weiblich. Mit Sicherheit sei in den nächsten Jahren mit einem Studienberg zu rechnen, bekräftigte Schulte-Zurhausen.

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Insgesamt werden zurzeit 8359 Menschen an der gesamten FH ausgebildet (2006:8131). 1.000 Absolventen verabschiedet die FH pro Jahr, was eine Erfolgsquote von 66 Prozent ergibt. Die eingeworbenen Drittmittel stiegen von 4.755.277 Euro 2006 auf 8.380.619 Euro, was in erster Linie auf den Standort Jülich zurückzuführen sei.

Gemäß des Hochschulpaktes 2020 seien 840 zusätzliche Studienanfänger bis 2010 zu erwarten. In einer ersten Förderperiode (2007 bis 2010) erwartet die FH 9 Millionen Euro von Bund und Land, zudem seien von 2011 bis 2014 weitere 7 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Mittel würden für die Erweiterung der bestehenden und Einführung neuer Studienangebote verwendet.

Das neu gegründete und in Linnich beheimatete „Freshman-Institute“ am ehemaligen Polizei-Bildungszentrum bereitet ausländische Auszubildenden auf die auslandsorientierten Studiengänge am Campus Jülich vor. Finanziert wird es von den Studenten selber. „Der Steuerzahler bezahlt dafür nichts“, beruhigte Prof. Merschenz-Quack das Publikum.

Weiterhin erwähnte sie in ihrem Rückblick die Spatenstiche zum Neubau und zum Solarkraftwerk, der Eröffnung des Institutes für Nano- und Biotechnologien sowie die Absolventenverabschiedung, als gleich drei Ingenieurinnen mit Preisen der Max-Buchner-Stiftung ausgezeichnet und erstmalig iranische Bachelors in die Berufswelt entlassen wurden.

Auch wenn mit der Trauer um den Tod von Prof. Hans-Emil Sturm, einer der „Jülicher FH-Väter“ etwas Schwermut mitschwang, herrschte eine durchweg optimistische Stimmung vor. Dies unterstrich auch die Gitarristin und Sängerin Virginia Lisken, die im musikalischen Beitrag unter anderem den Song „Sunny“ passend dazu intonierte: „The dark days are gone and the bright days are here“ – die dunklen Tage sind vorbei und die hellen Tage sind da.


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