Geschwindigkeitsmesser

JuPaJü bremsten Raser im Heckfeld aus
Von Redaktion [03.12.2007, 13.08 Uhr]

Mit T-Shirts und Flyern waren die Jung-Parlamentarier im Heckfeld unterwegs.

Mit T-Shirts und Flyern waren die Jung-Parlamentarier im Heckfeld unterwegs.

7km/h – das ist die Höchstgeschwindigkeit in einer verkehrsberuhigten Zone. Da Kinder hier auf der gesamten Verkehrsfläche spielen dürfen und sich viele nicht an die vorgeschriebene Tempogrenze halten, ist eine Gefahr vorprogrammiert. Im Rahmen ihrer „Spielstraßen“-Aktion hielten die Parlamentarier des Jugendparlaments der Stadt Jülich (JuPaJü) wie jeden Monat seit dem letzten Schultag vor den Sommerferien Ausschau nach Verkehrssündern. Diesmal hatten sie sich im verkehrs-beruhigten Bereich in der Barbarastraße postiert.

Gut ausgerüstet mit ihren bedruckten T-Shirts und selbstgestalteten informativen Flyern postierten sich diesmal sieben Mitglieder des Parlaments zusammen mit Anja Laux sowie einigen Eltern und Kindern an der Straße. Walter Müsgen und Ulrich Coch von der Verkehrswacht bauten wieder den Geschwindigkeitsmesser auf und hielten die Anzeige immer im Blick. Am Ende der Straße, ausgestattet mit einem Funkgerät, wartete Polizist Norbert Hermanns.

Da die Jugendlichen die Autos nicht anhalten dürfen, unterstützt der Beamte die Aktion. „37 km/h, das sind 30 km/h zu schnell“, so tönte es aus dem Funkgerät – Startschuss für den Polizisten, das nächste Auto anzuhalten. Er klärte den Fahrer über die Aktion auf und fragte, ob er einverstanden sei, kurz mit einem Mitglied des JuPaJüs und den Kindern zu reden. Die meisten stimmten einem Gespräch zu und bekamen einen Flyer, der anschließend auch in den umliegenden Briefkästen eingeworfen wurde.

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Im verkehrberuhigten Bereich ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, von Fußgängern und spielenden Kindern genauso wie von den Autofahrern. Der Begriff „Spielstraße“ existiert entgegen der allgemeinen Meinung nicht. Viele Autofahrer, deren Fahrprüfung bereits einige Zeit zurückliegt, kennen die Bestimmungen in diesen Bereichen nicht. Zumal sie mit dem allbekannten blauen Schild mit spielendem Kind, Haus und Auto gekennzeichnet sind. Ein Problem, das behoben werden muss. Deshalb wurde der Flyer schon nach der ersten Aktion am letzten Schultag vor den Sommerferien überarbeitet und mit Hinweisen zum verkehrsberuhigten Bereich auf der Rückseite ergänzt.

Mittlerweile waren die Jugendlichen schon in fünf verkehrsberuhigten Straßen oder Bereichen (Hermann-Barnikol-Str./Friedrich-Lau-Str./Peter-Koof-Str./Heinrich-Röttgen-Str.; Neubaugebiet Am Blauen Stein; Kleine Rurstr./Grünstr.; Im Fronhof/Kirchberg; Märkische Str./Barbarastr./Christinastr./Heckfeldstr.) unterwegs. Es werden noch drei folgen und dann werden alle Straßen und Bereichen vom Jugendparlament besucht sein, die nach dem Zeitungsartikel im April diesen Jahres mit dem Aufruf in unserer Zeitung: wer „Verkehrsraudis“ in seinem Wohngebiet beobachtet, solle sich melden, beim JuPaJü auf die Liste kamen.

Damit wird das Jugendparlament im Februar 2008 seine Aktion beenden und mit viel Engagement zu mehr Rücksichtnahme für die Sicherheit Jülicher Kinder in verkehrsberuhigten Straßen und Bereichen beigetragen haben.


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