Neues Buch von Wolfgang Hommel

Jülich fängt (fast) alles mit „F“ an
Von tee [29.11.2007, 17.33 Uhr]

Nach der Buchvorstellung blätterten die Gäste eifrig in "Jülich FF"…

Nach der Buchvorstellung blätterten die Gäste eifrig in "Jülich FF"…

Fünfzig Feiern bei „Fischer“ mit „Jülich FF“ – die Vorstellung des neuen Buches von Wolfgang Hommel war ein herrliches Vergnügen und zeigte, dass die Stadt an der Rur immer noch Spaß machen kann. Eigentlich sollte der „Ureinwohner“ meinen, er habe schon alles und aus jedem Blickwinkel seine Heimatstadt gesehen.

Weit gefehlt – es gibt immer noch Horizonte zu erweitern: Forschung und Festung fällt den Jülichern zu sich selbst sicher noch am ehesten ein. Das ging auch Autor Wolfgang Hommel so. Was in den Wochen der Entstehen folgten waren aber neben Familie und Freizeit auch die Frömmigkeit, Feuchtgebiete, Forst und Feuchtgebiete. Hier ging ein Dank in Richtung Museumsleiter Marcell Perse für die kreative Unterstützung.

Zuweilen mit einem sich dem „F“-beugenden Schulterzucken präsentierte der Fotograf, Autor, Verleger und Lektor in Personalunion „flüchtende Ferkel“ und das „Freiheitsstreben“ als Beschreibungn für die Preußenzeit. Manchmal ist es aber auch ein Glücksfall, das „F-ranzosen“ und nicht etwa Belgier oder Niederländer die Herzogstadt heimsuchten und dem roten Faden folgend das Hallenbad zugunsten des „F-reibades“ den Kürzeren zog. Das „Fasching“ im rheinischen „Fastelovend“ auch fabelhaft gepasst hätte, fiel später beim gemütlichen Teil im Kreise der Gästeschar auf…

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… oder nutzten die Zeit zum Gespräch mit dem Buchautor Wolfgang Hommel (r.)

… oder nutzten die Zeit zum Gespräch mit dem Buchautor Wolfgang Hommel (r.)

Eine Momentaufnahme ist der Bildband, der neben Jülich all seine Ortsteilen gleichberechtigt aufnehmen wollte. Der Pferdefuß an einem Foto-dominierten Buch ist natürlich, wie Hommel selbstkritisch bemerkte, dass sich die Situationen schnell überleben. So wies Heinz Horrig ihn darauf hin, dass er das Bild von der Ortseinfahrt Mersch nicht mehr verwenden könne, weil die Straßensituation nicht mehr dem Ist-Zustand entspräche. Viele weitere offene Augen standen ihm bei der Bildauswahl zur Seite und über 30 Einzelpersonen und Institutionen stellten ihre Aufnahmen in den Dienst der Sache.

„Fortsetzung folgt“, so heißt es auf den letzten Seiten. Unter der Rubrik werden die Zukunftsperspektiven wie Science College, Neubau der Schirmerschule und ähnliches mehr thematisiert werden.

Das Buch ist sicher kein „Muss“ in der heimischen Bibliothek, aber ein Hingucker und eine schöne Nebensächlichkeit, die für 19,90 Euro Farbe ins Leben der Jülicher bringt.


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